Kaplan Ulrich Eigendorf predigt bei Patroziniumsfeier in der Stadtpfarrkirche Vohenstrauß
Baum des Glaubens

Zusammen mit Dekan Alexander Hösl (Mitte) zelebrierten Pfarrer Alois Scherm und Gerhard Dirscherl (von links), Kaplan Ulrich Eigendorf und Pfarrer Karl Maria Ferges (rechts) die Messe zum Patrozinium. Bild: dob
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Vohenstrauß
13.12.2016
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(dob) Das Patrozinium der Stadtpfarrkirche "Mariä Unbefleckte Empfängnis" setzt in der Adventszeit einen hellen, freudigen Farbtupfer in die eher stille Zeit des Wartens und der Vorbereitung. Neben Dekan Alexander Hösl und Kaplan Ulrich Eigendorf zelebrierten die Ruhestandsgeistlichen Alois Scherm, Gerhard Dirscherl und Karl Maria Ferges den Festgottesdienst.

Da es das erste Patrozinium des neuen Kaplans war, durfte er die Predigt halten. Wer einen Baum pflanze wisse, dass er Sonne, Regen und einen guten Boden für das Gedeihen braucht. Im übertragenen Sinn seien diese drei Elemente auch für den Glauben wichtig. Das Hochfest trage seiner Meinung nach einen ziemlich sperrigen Titel der angestaubt wirke. Letztlich sei damit aber nichts anderes gemeint, als dass Maria schon immer ein vorbildliches Leben führte und über einen sehr tiefen Glauben verfügte.

Regen- und Sonnentage

"Ihr Leben war auf Gott ausgerichtet, vom ersten Tag an." Kaplan Eigendorf verglich den Glauben Mariens mit einem Baum, der tief verwurzelt sei. Der gute Boden, das waren die Eltern von Maria, Joachim und Anna. Sie waren es, die den vollkommenen Glauben und das uneingeschränkte Vertrauen Mariens in Gott anbahnten. Jeder sollte selbst in sich gehen und nachspüren, wer "den Glauben in sich grundlegte". Bei ihm spiele sein Heimatpfarrer darin eine sehr große Rolle.

"Neugeborene Kinder bringen immer Licht in die Welt, weil sie mit ihrer Ausstrahlung und ihrem Lächeln auch uns Freude schenken", erklärte der Geistliche. Doch es gebe auch im Glaubensleben nicht nur immer heiteren Sonnenschein. Irgendwann ziehen dunkle Wolken auf und es beginnt zu regnen. Doch würde immer nur die Sonne scheinen, würde der Baum irgendwann verdorren.

"Die dunklen Stunden sind es, die unseren Glauben auf die Probe stellen und in denen wir entscheiden müssen, ob wir Gott ganz vertrauen." Maria kannte viele Regentage, führte der Kaplan aus. "Ein fruchtbarer Boden, die Strahlen der Sonne und die Tropfen des Regens - wenn alle zusammenspielen, dann wird ein großer und kräftiger Baum des Glaubens wachsen", sprach Eigendorf den Gläubigen Mut und Hoffnung zu.

Als Lektorinnen brachten sich Erika Sollfrank und bei den Fürbitten Gemeindereferentin Christine Hecht ein. Der Kirchenchor unter Leitung von Claudia Gruber gestaltete den Festgottesdienst mit.
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