13.10.2017 - 20:00 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Katholischer Frauenbund Waldau spendet 500 Euro Zurück zu den Wurzeln

Der Katholische Frauenbund in Waldau hat das ganze Jahr über durch vielfältige Aktionen wieder viel Geld erwirtschaftet. Die Vereinskasse ist bestens gefüllt. Darüber freut sich aber nicht nur der Verein.

Spenden nimmt Dekan Alexander Hösl immer gerne entgegen, hilft es doch den Unterhalt des Pfarrheims im Ortsteil abzumildern. Frauenbund-Vorsitzende Heidi Janker (links) und Schatzmeisterin Ute Reil (rechts) überreichen das Geld. Bild: dob
von Elisabeth DobmayerProfil

Waldau. Die Frauen wollen das Geld nicht nur für sich verwenden, sondern geben 500 Euro gerne an die Pfarrgemeinde weiter, um eventuell die Kosten für das Pfarrheim zu decken, wie Vorsitzende Heidi Janker in der Jahreshauptversammlung mitteilte. Das gesamte Vorstandsteam habe sich wieder eingebracht, um ein abwechslungsreiches Jahresprogramm bieten zu können, lobte sie. Isolde Sauer wurde als Neumitglied in die Gemeinschaft aufgenommen.

Anregungen für Unternehmungen würden jederzeit gerne aufgegriffen, ermunterte Janker. Sicher seien die Freizeitangebote mittlerweile vielfältiger, die Menschen mobiler. Die Vereinsarbeit sei schwieriger geworden, ebenso junge Frauen für den Frauenbund zu begeistern. Die Traditionen gerieten in Vergessenheit.

"Es wäre schade darum", sagte die Vorsitzende. Dekan Alexander Hösl nahm die großzügige Spende im Namen der Kirchenverwaltung und des Kirchenpflegers Helmut Graf dankend entgegen. "Er wird sich mit Sicherheit freuen, dass er wieder ein Polster hat, das die Ausgaben des Pfarrheims etwas abmildert."

Bei einem Großteil des Frauenbund-Jahresprogramms kann man den christlichen Bezug erkennen, meinte der Geistliche. "Das dürfen wir als kirchlicher Verein auch nicht aufgeben." Bereits der große Kirchenvater Augustinus sagte: "In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst." Die Christen hätten eine Botschaft, "für die sie sich nicht schämen brauchen". Eine Botschaft, die Menschen durch ihre ganze Geschichte einen Sinn für das Leben brachte. Auch totalitäre Systeme des vergangenen Jahrhunderts konnten das Christentum nicht ausrotten.

Die Spuren seien in Tschechien oder den neuen Bundesländern zwar heute noch deutlich zu sehen, da es schwierig sei, den christlichen Glauben wieder nach vorne zu bringen. Aber es seien christliche Keimzellen vorhanden und es bilden sich gute Basisgemeinden. "Doch auch bei uns muss sich jeder immer wieder neu auf seine christlichen Grundlagen und Wurzeln besinnen, in unserer Pfarrei, in unserer Gesellschaft und im eigenen Leben." Er dankte den Frauenbünden, dass die Mitglieder sich stark machten, um Pfarreileben zu ermöglichen. Auch würden die Damen Missstände in der Gesellschaft aufgreifen und immer wieder die Finger in die Wunden der Gesellschaft mit all ihren Problemen legen.

Bezirksvorsitzende Martha Bauer schloss sich mit dem Vortrag "Lebzeiten" an. "Wie gestalte ich meine Lebenszeit? Wo bin ich eingeengt, begrenzt durch Vorgaben, Aufgaben, Bedingungen, die ich nicht verändern kann?", hinterfragte sie. Die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland", die vor Jahren von Misereor und dem Bund Naturschutz herausgegeben wurde, bringe es auf den Punkt: "Gut leben, statt viel zu haben." Unter anderem heiße es darin: "Zeitknappheit ist die Rachegöttin des Wohlstands", wusste Bauer.

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