27.02.2018 - 20:00 Uhr
Vohenstrauß

Kreisfischereiverein Vohenstrauß kämpft an mehrern Fronten Kein Fisch ist mehr sicher

Kormoran und Fischotter bereiten dem Kreisfischereiverein große Probleme. Kein Fisch sei vor den gefräßigen Räubern sicher, klagt Werner Bank in der Jahreshauptversammlung.

Ehrenmitglied und ehemaliger Vorsitzender Werner Bank (hinten, rechts) zeichnet treue Mitglieder aus. Bild: dob
von Elisabeth DobmayerProfil

Altenstadt. Keiner wolle den Kormoran ausrotten, aber er müsse in Schach gehalten werden, forderte Bank, der für den erkrankten Vorsitzenden Johann Dittmann die Versammlung des Kreisfischereivereins Vohenstrauß im "Grünen Baum" leitete. Zwischenzeitlich kämpften die Fischer aber auch noch gegen den Fischotter, der alles in den Schatten stelle. "Kein Fisch, egal welcher Größe, ist sicher. Einmal in einem Teich oder Bach wird er nicht eher mit dem Fressen aufhören, bis der letzte Fischschwanz weg ist", zitierte Bank Vorsitzenden Dittmann.

Abgehoben scheine auch der Landesbund für Vogelschutz zwischenzeitlich zu sein. In einem Positionspapier an Umweltministerin Ulrike Scharf schrieben sie Fischern und Teichwirten vor, wie sie sich am Angelgewässer verhalten und diese bewirtschaften sollen. Das sei "reinste Anmaßung". "Wir sagen den Vogelfreunden doch auch nicht, wie sie ihren Kanarienvogel baden, föhnen und füttern sollen." Den nächsten Hammer lieferte der Verband mit der Forderung, den Graureiher das ganze Jahr zu schützen, da dieser im Bestand gefährdet sei. "Haben wir etwas verpasst? Sind das Graupapageien, die bei uns am Wasser sitzen und unsere Fische wegfressen?"

Den Fischverkauf am Karfreitag 2017 wird der Vorsitzende des Kreisfischereivereins Vohenstrauß, Johann Dittmann, so schnell nicht vergessen. Die bestellten geräucherten Aale vom Bodensee fielen dem Kormoran zum Opfer. Der Lieferant vergaß jedoch die Fischer zu informieren. Am Karfreitag standen die Kunden mit leeren Taschen da. Nachdem bei den Neuwahlen im vergangenen Jahr kein Vorsitzender gewählt wurde, leitete Vize Martin Puff ein halbes Jahr mit Bravour den Verein kommissarisch. Wegen eines Sterbefalls war auch er abwesend. Im Juli fand die Nachwahl statt, Dittmann übernahm wieder das Zepter. Mit Tobias Randhartinger, Jochen Grünthaler und Markus Süß sind drei neue Fischereiaufseher im Dienst.

Im abgelaufenen Jahr wurden 20 Jahreskarten weniger verkauft als 2016, deshalb klaffe eine Lücke in der Kasse. In partnerschaftlichen Verhandlungen konnte eine Erhöhung des Pachtzinses verhindert werden.

Jubilare

Höhepunt der Versammlung waren zahlreiche Ehrungen. Für 50 Jahre Treue erhielten Josef Glaser (Gröbenstädt/Siedlung), Alois Gerum (Zengerhof) und Alfred Mack (Frankenreuth) eine goldene Stele, Urkunde und Brotzeitkorb. Über eine Stele und ein Fischermesser darf sich Uli Völkl (Waldthurn) freuen. Die goldene Vereinsnadel und eine limitierte Vereinsuhr für 30 Jahre Zugehörigkeit ging an Christian Dunkl (Neukirchen zu St. Christoph), Hans Friedl und Bernhard Karl (Waldthurn), Harald Kraus, Andreas Scheuner und Sabine Kunz (Vohenstrauß) sowie Hans Zeitler (Altenstadt). 20 Jahre: Johann Braun (Gebhardsreuth), Michael Gasch (Mitterteich), Berthold Kühn und Stefan Putzer, Thomas Schieder, Norbert Schieder, Felix Strigl und Thomas Süßner (Moosbach) sowie Max Zeller (Trausnitz). (dob)

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