Männergesangverein Liederkranz Kaimling singt beim Patrozinium
Abgesang im Heimatort

Der Männergesangverein Kaimling unter Leitung von Adolf Rösel (Dritter von rechts) gestaltete zum letzten Mal das Patrozinium in der Dorfkirche. Unterstützt wurde er von Rudi Hilburger (links) an der Zither. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
14.12.2016
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Das Patroziniumsfest "Maria Immaculata" in der Kaimlinger Dorfkirche hat diesmal auch etwas von einem Abschied. Dabei hören die Gläubigen die "Waldlermesse".

Kaimling. (dob) Die Besucher des Gottesdiensts lauschten zum letzten Mal bei einem Patroziniumsfest dem Männergesangverein (MGV) "Liederkranz", der kurz vor seiner Auflösung steht (wir berichteten). Chorleiter Adolf Rösel wählte die zu Herzen gehenden Lieder für diesen Anlass aus, und so manch ein Sänger oder Kirchenbesucher wischte sich verstohlen eine Träne aus den Augen.

Musikalisch erhielten die 15 Männer an diesem Abend von Rudolf Hilburger aus Vohenstrauß mit der Zither Unterstützung. Pfarrer Gerhard Schmidt hieß die Chorgruppe willkommen, die zu Beginn "Preist Gott dem Herrn die Welt" anstimmte. Seine Auswahl begründete er damit, weil bei der "Waldlermesse" kein Eingangslied vorgesehen sei. Franziska Reil und Theresa Beimler leisteten als Ministrantinnen Dienst am Altar. Normalerweise werden sie noch von Katharina Beimler verstärkt.

Besinnliche Lieder

Das Patrozinium "Ohne Erbsünde empfangene Jungfrau" oder "Unbefleckte Empfängnis Mariens" werde exakt neun Monate vor der Geburt Mariens gefeiert. 1854 erhielt dieser Tag den Charakter eines dogmatischen Festes, nach dem die Gottesmutter Maria vor jedem Makel der Erbsünde bewahrt wurde, informierte der Geistliche.

"O Herr, ich fall auf meine Knie, vor dir nach all der Sorg' und Müh'", hieß es im Kyrie. Während in der Adventszeit das Gloria entfalle, werde es an diesem Abend angestimmt, so Pfarrer Schmidt, bevor er die Lesung aus dem Neuen Testament und das Evangelium nach Lukas vortrug: "Fürchte dich nicht Maria, denn du hast vor Gott Gnade gefunden." Andächtig lauschten die Gottesdienstbesucher den anmutigen, traurigen, aber auch besinnlichen Liedern, die vom oberbayerischen Komponist Ferdinand Neumaier stammen, einem ehemaligen Lehrer, der 1969 verstarb.

Ihren letzten Auftritt bestreiten die Mitglieder des Männergesangvereins am zweiten Weihnachtsfeiertag um 9.30 Uhr in der Roggensteiner Pfarrkirche St. Erhard.
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