Obernankauer feiern Kreuzfest
Omnipräsentes Kreuz

Vor dem Glockenturm und dem Dorfkreuz flatterte die gelb-weiße Kirchenfahne in den lauen Abendhimmel beim Kreuzfest in Obernankau. Den Freiluftgottesdienst zelebrierte der Ruhestandsgeistliche Alois Scherm mit den Besuchern. Bild: dob
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Vohenstrauß
10.07.2017
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Obernankau. "Das Kreuz annehmen und dabei kreuzfidel sein", lautete für Pfarrer Alois Scherm der diesjährige Leitspruch beim Kreuzfest. Eine richtige Entscheidung traf die Dorfgemeinschaft, das Fest aufgrund der Wetterlage um eine Woche zu verschieben. Denn am Freitag herrschten bis in die Nacht hinein noch sommerliche Temperaturen.

Schon während des Freiluftgottesdiensts vor dem Dorfkreuz mit dem Glockenturm überlagerte ein wohlriechender Duft von knusprigen Hähnchen und Schweinshaxen die Messfeier. "Mit dir ist es ein Kreuz", mit dieser Aussage wissen schon Kinder, was gemeint ist, stellte der Geistliche bei seiner Predigt einen Bezug zum Kreuz her. "Manche Menschen sehen ihr eigenes Ungemach als etwas ganz Schlimmes an und sehen dabei nicht das Leid und die eventuell viel größere Last, die der Nachbar tragen muss."

Das Kreuz sei in unterschiedlicher Form immer in unserer Nähe, ob beim Ärger oder beim Tod eines geliebten Menschen, denn dieses Kreuz treffe alle Menschen. Pfarrer Scherm forderte auf, das Kreuz im Glauben ohne Verbitterung anzunehmen und so Christus im Leid nachzufolgen.

Es gebe Menschen, die kämen aus dem Lamentieren gar nicht mehr heraus, andere nähmen ihr Kreuz an und machten dabei noch einen kreuzfidelen Eindruck. Der Geistliche wünschte deshalb, bei so manchem Kreuz trotzdem kreuzfidel zu bleiben. Fidel heiße nicht nur fröhlich zu sein, sondern zu glauben.

Das Mesner-Ehepaar Braun hatte wieder für einen reibungslosen Ablauf der Messfeier gesorgt. Am Gottesdienst auf dem Dorfplatz nahm auch der 90-jährige Richard Beierl als ältester Dorfbewohner teil. Am Ende lud dessen Sohn Gerhard Beierl als Ortssprecher die Teilnehmer ein, noch in gemütlicher Runde beisammenzubleiben und das Fest angesichts des vielfältigen kulinarischen Angebots abzuschließen.
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