Rotkreuzfamilie leistet mehr als 46000 Stunden im Jahr
Aus Liebe zu den Menschen

Stellvertretende BRK-Bereitschaftsleiterin Gabriele Kreuzer blickt auf das Jahr zurück. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
12.12.2016
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Die Idee, "sich aus Liebe zum Menschen für andere zu engagieren", scheint ganz schön in die Jahre gekommen zu sein. Trotzdem stellt diese Aussage noch immer das zentrale Motiv für das ehrenamtliche Engagement der großen Rotkreuzfamilie dar.

Nach einem Jahr der Umgestaltung mit Verlegung des Rettungswagenstandorts nach Lohma hätten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter einen guten Weg gefunden, um sich ihre Kameradschaft zu bewahren, hieß es. "Ich trete die Bereitschaftsleitung wieder an." Zwei Jahre nach seinem schweren Unfall meldete sich Johann Ram wieder zurück bei der Gemeinschaft.

Für Idee begeistert

Der letzte Unterrichtsabend der BRK-Bereitschaft diente aber auch dazu, Zahlen und Fakten auf den Tisch zu legen und neue Mitglieder zu begrüßen. Stellvertretende Bereitschaftsleiterin Gabriele Kreuzer erklärte, vieles sei Routine gewesen im vergangenen Jahr aber auch viel Neues kam hinzu.

Im Rettungsdienst, bei den Sanitätsabsicherungen, in der Betreuung bei Großschadens-Ereignissen, im betreuten Fahrdienst, als Helfer vor Ort, bei den Blutspendeterminen oder in der Breitenausbildung wurden wieder viele ehrenamtliche Stunden für diese Idee geleistet. In der Bereitschaftsjugend fühlen sich 16 Mädchen und Buben im Alter zwischen 8 und 15 Jahren bei den Gruppenführerinnen Christiane Sier und Anja Schaller wohl. Anerkennende 400 Stunden leistete der Nachwuchs.

Die Schnelleinsatzgruppe-Behandlung (SEG) mit Marco Rappl bringt es auf 593 Stunden. Bei Großveranstaltungen wie dem Nofi-Lauf in Weiden konnte sich die Bevölkerung auf die kompetente Hilfe verlassen. Julia Henke, Veronika Beierl und David Sittauer entschieden sich der Fachgruppe beizutreten. Alexandra Kropf, Nadine Bock und Maria Dobmayer waren bei den Einsätzen mit der SEG-Betreuung ebenfalls auf Trab. Mit 252 Stunden schließen sie ein arbeitsreiches Jahr ab. 18 Blutspendetermine wurden an den fünf Standorten Vohenstrauß, Pleystein, Moosbach, Tännesberg und Eslarn durchgeführt. Dabei erbrachten die Kameraden 1329 Ehrenamtsstunden.

Dienst am Nächsten in Form des betreuten Fahrdienstes leisteten vier Mitglieder bei 998 Einsätzen 1289 wertvolle Dienststunden. Die Helfer vor Ort-Standorte (HVO) in Eslarn, Waidhaus, Tännesberg und seit Februar 2016 auch in Leuchtenberg und Vohenstrauß zählten 21 680 Bereitschaftsstunden, die von 33 Mitgliedern geleistet wurden. Bei beachtlichen 338 Alarmierungen der Integrierten Leitstelle Weiden konnten die Einsatzkräfte gezielt Hilfe leisten.

618 Unterrichtsstunden

Für den Sanitätsdienst gehe mit 463 Dienststunden ein intensives Jahr zu Ende. Bei 28 Absicherungen waren 81 Helfer einsetzt. Die zwölf Ausbilder haben 818 Personen erste Hilfe vermittelt. Sie bestritten 24 Erste-Hilfe-Kurse, 24 Erste-Hilfe-Trainingseinheiten, 1 Kurs Erste Hilfe am Kind und einen Juniorhelfer-Kurs. Somit kamen 890 Stunden zusammen. 28 ehrenamtliche Fahrer und Begleiter unterstützten die rettungsdienstliche Einsätze.

Im Notarztfahrdienst stellen elf Mitglieder ihre Freizeit zur Verfügung. Ihre Ausbildung als zweiter Begleiter absolvierten 26 Kameraden. Mit insgesamt 14 356 Stunden leistete der Rettungsdienst eine respektvolle Anzahl an Stunden. Einen Rückgang von knapp 33 Prozent der geleisteten Ehrenamtsstunden ist nur im Notarztfahrdienst zu verzeichnen, informierte Kreuzer.

Weiterbildungen nehmen in der Bereitschaft einen großen Raum ein. Gemeinsam absolvierten die Rotkreuzler 618 Unterrichtsstunden. Die erfassten Stunden addieren sich für das Jahr 2016 auf 46 416 ehrenamtliche Stunden. Gegenüber dem Vorjahr bedeute dies etwa 100 Stunden mehr. 2 Austritte stehen 8 Neuaufnahmen und 3 Anwärtern gegenüber. Die Bereitschaft zählt 68 Frauen und 75 Männer, zuzüglich 7 Bereitschaftsärzten und der 16 Bereitschaftsjugendlichen. Kreuzer dankte allen Helfern unter dem Motto: "Nur gemeinsam schafft man alles."

EinsätzeSpuren hinterließ bei der Rotkreuzgemeinschaft der Hochwassereinsatz in Simbach bei Pfarrkirchen, bei dem vier Kameraden der Bereitschaft eingesetzt waren. Knappe sechs Wochen später dann der körperlich und mental fordernde Einsatz an der Kainzmühle mit dem Bootsunglück, bei dem ein 14-jähriges Mädchen nach zweitägiger Suche nur noch tot geborgen werden konnte.

Eine Herausforderung der besonderen Art stellten sich die Rotkreuzler im September beim Bayern-3-Dorffest in Moosbach. 46 Helfer erarbeiteten in zwei Schichten 372 Stunden. (dob)
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