SpVgg Vohenstrauß: Heimat für viele Sportbegeisterte
Mit jungen Talenten voran

Norbert Lukas (links) und Andreas Mittelmeier beenden ihre jahrelange Tätigkeit im Vorstand der SpVgg. Bild: dob
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Vohenstrauß
19.03.2018
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Uli Münchmeier, Thomas Groß und Rainer Gebert (vorne, von rechts) arbeiten als Vorsitzende weiter mit einem engagierten Team am Erfolg der Spielvereinigung Vohenstrauß. Im Vorstand packen auch einige neu mit an. Bild: dob

"Meine Heimat. Meine Stadt. Mein Verein", damit identifizieren sich die SpVgg-Fußballer. Gelassene Zuversicht kommt auf: Spielt doch die erste Mannschaft bereits seit sechs Jahren ununterbrochen in der Bezirksliga, ist die Nachwuchsarbeit erfolgreich und sind die Finanzen solide. Trotzdem gibt es auch Rückschläge.

Die Verantwortlichen um Uli Münchmeier müssen oft für ihre eingeschlagene Strategie Kritik einstecken. Doch bestätigt sich der Weg der Vorsitzenden immer wieder. Wie etwa beim erneuten Klassenerhalt in der Bezirksliga in der Saison 2016/2017 nach dem Relegationsspiel in Teunz mit knapp 600 Zuschauern und einem starken Spiel der heimischen Mannschaft. Das ist Erleichterung, Freude und ein Stück weit Bestärkung, eben nicht immer gleich bestimmten Mechanismen zu folgen, wenn es nicht so gut läuft.

"Meine Gefühlslage nach dieser aufreibenden Saison ist trotz Gänsehautgefühl schwierig zu beschreiben", sagt Münchmeier in der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte des Sportzentrums. Nur am Rande wolle er bemerken, dass in solchen Situationen ein manchmal gern ausgeführtes Ehrenamt auch zur Belastung werden könne.

Betreuer ein Segen

Norbert Prediger habe als versierter Trainer Ronny Tölzer gut ersetzt. Keine der drei Mannschaften brauche sich zu verstecken. "Bei einem zielstrebigen Arbeiten aller können die sportlichen Ziele erreicht werden", sagte Münchmeier. "Ohne das Betreuerteam um Markus Ermer, Dominik Hanauer, Balsz Hudak und Thomas Zitzmann wäre es nicht möglich den Spielbetrieb am Laufen zu halten", lobte der Vorsitzende.

Der bestehende Kader soll größtenteils erhalten werden. Der Verein halte aber auch gezielt nach jungen, hungrigen Talenten aus der Region Ausschau. Nachrückende A-Jugendliche werden an die Seniorenmannschaften herangeführt. "Eine nachhaltig und dauerhaft schlagkräftige Mannschaft zu bilden, darf nicht aus dem Blick verloren werden", sagte Münchmeier. "Das Trainerteam muss den vom Verein eingeschlagenen und vorgegebenen Weg mitgehen, mit jungen Spielern und Talenten aus Vohenstrauß und Umgebung zu arbeiten und diese fußballerisch weiterzuentwickeln."

Die Alten Herren (AH) bringen sich unter Werner Ochantel, Josef Pilfusek und Christian Ries im Freundschaftsspielbetrieb ein. Außerdem leisten sie im geselligen Bereich und bei Arbeitsdiensten oder beim Altstadtfest hervorragende Unterstützung. Die Trainer und Betreuer investieren viel Zeit in die Mannschaften und wirken segensreich für den Verein. In enger Kooperation mit dem TSV Tännesberg, der DJK Leuchtenberg und vor allem mittlerweile auch mit dem SV Altenstadt beschreitet die SpVgg gemeinsam erfolgreiche Wege.

Mitglieder engagiert

Im wirtschaftlichen Bereich arbeitet der Vorstand weiter an der Verbesserung der finanziellen Situation. Wegen der gestiegenen Ausgaben in den vergangenen zwei Jahren für Unterhalt, Rollrasen für den A-Platz, zwei Trainingslager im Seniorenbereich, Versicherungen, Schiedsrichter- und Fahrtkosten oder wegen der Anschaffung eines neuen Waschtrockners sei nur ein knappes positives Ergebnis erzielt worden.

Größter Resonanz erfreut sich der Lumpenball in der Faschingszeit. Ein Erlebnis für alle Teilnehmer war das Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg vor 500 Zuschauern im Sportzentrum. Als einen weiteren Baustein stellte Münchmeier die eigenständige Bewirtung des Vereinsheims vor, in dem finanzielle Mittel für den Spielbetrieb erwirtschaftet werden. Ohne Gerald Grosser wäre dieser Bereich jedoch nicht zu leisten. Auch der bauliche Unterhalt der Sportstätte, der für den Verein mittlerweile eine Herzensangelegenheit ist, verlangt den Verantwortlichen vieles ab: Das Team um Florian Stengel, Gerald Grosser, Thomas Zitzmann, Sascha Reber und Thomas Groß befestigte einige Banden am A-Platz, tauschte Rollrasen in den Strafräumen sowie am Anstoßkreis aus und baute neuer Fenster und Türen ein. Zudem wurde ein weiterer Besprechungsraum geschaffen, den Sascha Reber, Norbert Lukas, Ronny Tölzer und Thomas Prem umbauten.

Die überarbeitete Lausprecheranlage und die moderne Anzeigentafel wurden erfolgreich am A-Platz installiert. Vor allem Markus Ermer und Michael Riedl investierten dafür sehr viel Zeit, Ideen und Arbeit.

Eine kritische Anmerkung brachte der Vorsitzende an die Landesleitung der Fußballverbände an, die sich für geplante Neubauten einfach das Geld von den kleinen Vereinen an der Basis holen und die Beiträge erhöhen. Ein Verein, der viel Geld in die Jugendförderung steckt und mehrere Mannschaften im Spielbetrieb unterhält, bekomme dagegen kaum Unterstützung. Da müssten sich die Vereine viel mehr wehren.

In der Jahreshauptversammlung der SpVgg hatte Vorsitzender Uli Münchmeier auch die Aufgabe, verdiente Mitglieder aus dem Vorstand zu entlassen. Seit 2004 war Norbert Lukas an vorderster Front und in verschiedensten Ämtern bei den Fußballern dabei. Als B-Jugendtrainer bleibe er der SpVgg jedoch weiterhin erhalten. Ein Schal in den Vereinsfarben war Geschenk für die treuen Dienste. Schluss ist auch für Andreas Mittelmeier , der sich aus beruflichen Gründen und der Liebe wegen nach Nürnberg orientiert. Am Grill beim Altstadtfest sei er aber weiter ein gefragter Mitstreiter, sagte der Vorsitzende. Ebenso schied Markus Ermer aus dem Vorstand aus. Münchmeier war froh, dass er den Fußballclub als Betreuer jedoch noch weiterhin unterstützen will.

NeuwahlenBei der Spielvereinigung ist die Harmonie im Vorstand spürbar. Uli Münchmeier wurde von den anwesenden 43 Wahlberechtigten wieder zum ersten Vorsitzenden gewählt, Thomas Groß wurde sein Stellvertreter und Rainer Gebert als dritter Vorsitzender im Amt bestätigt. Die Kasse führt weiterhin Thomas Eiber, und um die schriftlichen Angelegenheiten kümmert sich Dominik Hanauer. Im Vereinsausschuss arbeiten darüber hinaus folgende SpVgg-Mitglieder mit: Manfred Schmid, Tobias Raab, Sascha Reber, Karl Nößner, Gerhard Kellner, Thomas Prem, Florian Ram, Michael Riedl, Sascha Haberkorn, Maximilian Gebert, Wolfgang Ertl, Manuel Hanauer und Oliver Gruber. Die Kasse prüfen Thomas Schieder und Josef Zilbauer. (dob)


Eine nachhaltig und dauerhaft schlagkräftige Mannschaft zu bilden, darf nicht aus den Blick verloren werden.SpVgg-Vorsitzender Uli Münchmeier
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