09.02.2018 - 15:38 Uhr
Vohenstrauß

Stickeralben der Spielvereinigung Vohenstrauß werden voll Tausch-Rausch

Den größten Erfolg der Saison hat die Spielvereinigung Vohenstrauß bereits eingesackt. Allerdings handelt es sich nicht um sportliche Meisterleistungen, sondern um eine kleines Heft mit vielen Klebebildchen, das rund um den Verein Euphorie auslöst.

Die Tauschbörsen in der Gaststätte des Sportzentrums sind auch kurz vor dem Ende der Aktion am 17. Februar gut besucht. Auf der Suche nach fehlenden Stickern erstellen manche Sammler sogar Excel-Tabellen. Bilder: ck (2)
von Christine Walbert Kontakt Profil

Mit einer Kick-Off-Party startete am 11. Dezember in der Dreifachturnhalle die Sticker-Album-Aktion "Meine Heimat, meine Stadt, mein Verein". Um das Heft komplett auszufüllen, braucht es 345 Sticker von Fußballern, Trainern, Betreuern und Funktionären der Spielvereinigung. Fotograf Harald Kraus hatte die Fußballer von den G-Junioren bis hinauf zur ersten Mannschaft, den Alten Herren, Funktionären, Schiedsrichtern, aber auch die Damenmannschaft und "Rot-Weiß"-Kegler in Szene gesetzt.

Die Fäden liefen bei Kassier Thomas Eiber zusammen. Die viele Arbeit im Vorfeld hat sich gelohnt: "Es war eine super Aktion und tolle Öffentlichkeitsarbeit für die SpVgg. Das Album wurde bei allen Altersgruppen super angenommen, innerhalb des Vereins als auch bei den Familien. Vor allem die Mütter hatten wohl mit den längsten Atem. Familie Würschinger hat alleine vier Alben voll gesammelt und nebenbei auch noch anderen beim Sammeln geholfen." Der Vorsitzende des 530 Mitglieder zählenden Vereins, Uli Münchmeier, kann dies nur bestätigen: "Wenn man fortging, hatte man immer seine doppelten Sticker zum Tauschen dabei. Bei jeder Gelegenheit wurde getauscht, ob in der Schule, bei Hallenturnieren, im Training oder auch beim gemütlichen Beisammensein. Das Sammelfieber hatte jeden gepackt. Bei manchem lag dies 40 bis 50 Jahre zurück."

Optimaler Zeitpunkt

Der Startzeitpunkt 14 Tage vor Weihnachten sei optimal gewesen. Eiber: "Bestimmt hatten Eltern und Großeltern insgesamt Hunderte Päckchen unter den Christbaum gelegt. Manche Kinder haben sich die einzelnen Sticker sogar unterschreiben lassen."

Marius Hempel, der die Aktion mit seinen beiden Edeka-Märkten unterstützte, ist begeistert von dem grandiosen Erfolg. Bislang verkaufte er nach Angaben der beauftragten Firma Stickerstars GmbH in Berlin in seinen beiden Edeka-Märkten 350 Alben und rund 19 000 Sticker-Päckchen (mit jeweils 5 Bildern). "Das ist für einen so kleinen Verein ein Riesenerfolg", stimmt auch Christian Riepen von Stickerstars zu. Für 4 Euro konnte das Album mit den ersten 5 Päckchen erstanden werden. Einzeln waren die Tütchen dann für 80 Cent zu haben.

Das Sammel-Fieber grassierte bei Jung und Alt. Nicht nur Vereinsmitglieder schafften sich ein Album an. Opas sammelten für ihre Enkel, Mütter für ihre Kinder. Bei den Tauschbörsen in der Gaststätte des Sportzentrums waren vor allem die Kinder und Aktiven der Herrenmannschaften eifrig. Die in Schächtelchen, Kuverts oder Tupper-Dosen aufbewahrten Bildchen wanderten schnell von einer Hand in die andere. Penible Sammler erfassten die Nummern ihrer Sticker feinsäuberlich in Excel-Tabellen, um beim Tausch weder Zeit noch Überblick nicht zu verlieren.

Jugendabteilungsleiter Alfons Raab, der sich auch zwei Alben angeschafft hat, freut sich über den grandiosen Erfolg: "Alle waren voll bei der Sache. Es hat sammelbegeisterte Frauen gegeben, die eine WhatsApp-Gruppe gegründet haben, wo sie sich exzessiv austauschten." Andere Sammler berichten von der 60. Geburtstagsfeier eines bekannten SpVgg-Mitglieds, bei der sich etliche Gäste (und auch der Jubilar) die begehrten Klebebildchen zuschoben.

Auf der Zielgeraden

Noch bis zum Samstag, 17. Februar, läuft die Aktion. Sollten den Sammlern nur noch einzelne Bildchen fehlen, können nach Verkaufsende bis zu 30 Stück bei der Firma Stickerstars (shop.stickerstars.de) nachbestellt werden.

"Eine Wiederholung der Aktion frühestens in fünf Jahren würden wir sicher in Betracht ziehen", erklärt Münchmeier. Der finanzielle Ertrag sei für den Verein nicht die Triebfeder gewesen: "Die SpVgg hat drei Seiten des Albums an Werbepartner vergeben. Aber wichtiger war für uns die Öffentlichkeitsarbeit und der Spaß an der Sache, vor allem für unsere Kinder und Jugendlichen im Verein. Sich selbst in einem Sticker-Album zu finden, ist schon eine tolle Sache!"

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