05.08.2017 - 10:42 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Ungewöhnlicher Feuerwehr-Einsatz in der Nacht Landwirt verliert Getreide

Einen ungewöhnlichen Einsatz hatten die Freiwilligen Feuerwehren aus Waldau, Oberlind, Lennesrieth und Waldthurn in der Nacht auf Samstag zu bewältigen. Gegen 23 Uhr ging die Meldung ein, dass ein Landwirt aus Steinach auf der Fahrt von seinem Feld ins Lagerhaus nach Ottenrieth sein loses Getreide verloren habe.

Nächtlicher Straßenreinigungseinsatz für die Feuerwehren in der Region. Ein Landwirt verlor auf der Fahrt zum Lagerhaus sein Getreide. In der Ortsmitte von Waldau kehrten die Floriansjünger Matthias Ertl, Herbert Eckl und Benjamin Janker die Körner zusammen.
von Elisabeth DobmayerProfil

Erst bei Lennesrieth gelang es einem Autofahrer, den Traktorfahrer auf seine verlorene Ladung aufmerksam zu machen. Rund 40 Feuerwehrkräfte rückten mit Schaufeln und Besen aus, um die Strecke abzusichern und zu säubern. Unterstützung erhielten sie von der Straßenmeisterei, die die viel befahrene Staatsstraße 2166 von Waldau bis zur Abzweigung Albersrieth und die Staatsstraße 2396 von Albersrieth bis Lennesrieth reinigte. Die Firma Schön aus Vohenstrauß übernahm das Kehren der Gemeindeverbindungsstraßen im Bereich der Pfalzgrafenstadt.

Die Getreidekörner hätten für Verkehrsteilnehmer bei einer Bremsung eine große Gefahr dargestellt. Deshalb fuhr Kreisbrandmeister Martin Weig die gesamte Strecke ab, damit die Feuerwehren Warnschilder aufstellen konnten.

In Unterlind unterstützte ein Landwirt spontan die Feuerwehr mit einem Traktor, an dem er eine Kehrmaschine anbaute. Erst gegen 1.30 Uhr am Samstagmorgen rückten die Feuerwehrkräfte wieder ein. Für Julian Schön aus Vohenstrauß war die Nacht noch lange nicht vorbei. Er kehrte mit seiner Maschine weiter.

Der Vorfall erinnerte an die Streiche von Max und Moritz, als diese Löcher in die Getreidesäcke schnitten und dem Bauer das Korn ausrann. Allerdings wurde am Samstag niemand in den Sack gesteckt und durch die Getreidemühle gedreht, um anschließend von Meister Müllers Federvieh verzehrt zu werden.

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