15.03.2017 - 20:00 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Anlagenbaufirma Lukas: Spezialist für Wasserkraftanlagen und Drahtmaschinen Beste Beziehungen zu China

(dob) Die Produkte und Gegebenheiten haben sich in den vergangenen zehn Jahren in der Anlagenbaufirma Lukas im Gewerbegebiet "Am Forst" 1 kolossal verändert. Vor fünf Jahren stieg der Spezialist für Wasserkraftanlagen und Drahtmaschinen in den russischen Markt ein und entwickelte dafür spezifische Produkte.

Facharbeiter Peter Mehr ließ sich an einer Umbänderungsanlage von Waldthurns Bürgermeister Josef Beimler, den Chefs Elisabeth und Werner Lukas sowie Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht (von links) über die Schulter blicken. Bild: dob
von Elisabeth DobmayerProfil

"Das war von der Politik so gewollt", erklärte Firmenchef Werner Lukas beim Besuch von Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht und Waldthurns Bürgermeister Josef Beimler. Später stieß auch der Vohenstraußer Rathauschef Andreas Wutzlhofer dazu. Rohstoffe seien in diesem Land in Überfluss vorhanden, auch die Finanzkraft sei gegeben. Dann seien allerdings die Exportbeschränkung gekommen. Dabei seien die bayerischen Anlagenbauten in Russland gefragt.

Rund 90 Mitarbeiter

Auf dem asiatischen und europäischen Markt sei inzwischen eine Sättigung festzustellen, führte Lukas aus. Nur noch wenige große Maschinenbauer blieben übrig. Aus der Automobilindustrie habe sich das Unternehmen komplett zurückgezogen, da die Konkurrenzfähigkeit gegenüber den wenigen Firmenriesen nicht gegeben ist. Seit fast 30 Jahren unterhält Werner Lukas mit seinem Maschinenbau beste Beziehungen zu China, das sich zu einem wichtigen Handelspartner für das Mittelstandsunternehmen mit seinen rund 90 Mitarbeitern entwickelt habe.

Lukas ist in China in 16 der insgesamt 22 Provinzen tätig. Dafür reist der Firmenchef selbst bis zu fünf Mal pro Jahr in den Osten. "Man muss die Chinesen verstehen und kennen, dann funktioniert die Zusammenarbeit", sagte der Firmenchef. Die Flugzeugindustrie sei dort das Thema Nummer eins. Zugute komme seinem Betrieb die Internationalisierung in der Flugzeugindustrie auf höchst zertifiziertem Standard. 1997 begannen die Geschäftsbeziehungen des Unternehmens mit Airbus in Frankreich, von denen es noch heute profitiere, denn China orientiere sich an der Airbus-Technologie und gelte mittlerweile als ernsthafter Rivale.

Verstärkt erschließe sein Betrieb auch den amerikanischen Markt. "Wir denken langfristig, denn Stabilität ist für uns wichtig", machte Lukas als Albersriether seinem früheren Nachbarn Rupprecht deutlich. Trotz der Expansion nach Vohenstrauß mit dem Werk für Spitzentechnologien für Kabel- und Drahtindustrie ist der Stammsitz der Familie Albersrieth.

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