Vorbacher holen sich im Schwäbischen Anregungen für den Dorfladen
Rögling macht es vor

Zwei Bürgermeister und Dorfladenbefürworter: Maria Mittl und Werner Roder. Bild: ly
Lokales
Vorbach
29.08.2014
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Das Thema Dorfladen wird in der Gemeinde immer noch heiß diskutiert. Um die Diskussion mit Fakten zu füttern, lud Bürgermeister Werner Roder nach Rögling ein. Dort gibt es schon länger einen solchen Laden. Die Bürgermeisterin im Ort berichtete vor allem von positiven Erfahrungen

Etwa 30 Vorbacher und Oberbibracher starteten mit dem Bus. Der erreichte nach zwei Stunden das kleine schwäbische Dorf im Ries. Die Infrastruktur ähnelt der Vorbacher: Die nächsten Supermärkte befinden sich in Monheim, etwa acht Kilometer entfernt.

Bürgermeisterin Maria Mittl begrüßte die Gäste. Sie und die Mitarbeiterinnen des Dorfladens standen für Fragen zur Verfügung. Die Oberpfälzer interessierten sich vor allem für die Kundenzahl und das Angebot. Am Samstagvormittag war durchaus was los. Bis zu vier Verkäuferinnen waren beschäftigt. Überraschend war für die Vorbacher das große Sortiment: Back- und Wurstwaren, Obst, Gemüse und Milchprodukten sowie eine Menge an weiterem täglichen Bedarf.

Zudem setzt der Dorfladen auf regionale Produkte. "Das ist kein "Tante-Emma-Laden", befand Bürgermeister Roder. Eine Verkaufsfläche von etwa 160 Quadratmeter entspreche schon eher einem Mini-Supermarkt mit vielfältigem Sortiment. Der Jahresumsatz liege bei 300 000 Euro.

Ein zusätzliches Angebot hat der Dorfladen mit seinem "Bringedienst" geschaffen. Ältere Kunden können telefonische Bestellung durchgeben. An zwei Tagen in der Woche wird geliefert. Die Vorbacher waren sich einig, dass ein ähnliches Angebot auch ihrer Gemeinde gut tun würde.

Auch Bürgermeisterin Mittl riet den Vorbachern zu. Bei einer Brotzeit im Feuerwehrhaus berichtete sie, dass es auch in Rögling Widerstände gab : "Der Weg zum Dorfladen und auch der Anfang waren nicht einfach. Aber mittlerweile möchte niemand mehr auf ihn verzichten."

Der nächste Schritt in Vorbach soll eine schriftliche Bedarfsabfrage bei allen Haushalten sein, kündigte Bürgermeister Roder an. Dabei sollen die Bürger auch die Frage beantworten, ob sie sich an einer Betreibergesellschaft beteiligen würden. In Rögling betrug die Einlage 180 Euro. Die Bögen sollen noch im Herbst verschickt werden.
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