28.12.2017 - 20:00 Uhr
VorbachOberpfalz

Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach beschließt Etat 2018 1,13 Millionen Euro Gesamtvolumen

Zahlen über Zahlen: Die Verabschiedung des Etats für das Haushaltsjahr 2018 steht im Mittelpunkt der Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der VG Kirchenthumbach im Gemeindezentrum Vorbach.

von Hubert BrendelProfil

Vorbach/Kirchenthumbach. Das Gesamthaushaltsvolumen erhöht sich um 81 400 Euro (fast 7,8 Prozent) auf knapp 1,13 Millionen Euro. Der Verwaltungsetat steigt um 90 300 Euro (9 Prozent) auf knapp 1,1 Millionen Euro. Um 9000 Euro (knapp 20,3 Prozent) auf 35 000 Euro vermindert sich der Vermögenshaushalt. Der Verwaltungshaushalt weist einen nicht gedeckten Finanzbedarf von 795 050 Euro aus und ist von den Mitgliedsgemeinden zu erbringen.

In der VG-Gemeinschaftsversammlung unter Leitung des Vorsitzenden Bürgermeister Jürgen Kürzinger (Kirchenthumbach) erläuterte VG-Kämmerer Michael Eisner das Zahlenwerk. So steigen im Verwaltungshaushalt die Personalausgaben um 81 500 (etwa 9 Prozent) auf 897 350 Euro. Zweitgrößter Posten bei den Ausgaben sind die Verwaltungs- und Betriebskosten mit 120 000 Euro. Bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt schlägt insbesondere die Verwaltungsumlage der Mitgliedsgemeinden mit 795 000 Euro zu Buche - eine Erhöhung um 85 900 Euro gegenüber 2017. An Erstattungen sind 142 400 Euro veranschlagt, weitere 41 700 Euro bei den Verwaltungseinnahmen und 20 000 Euro aus dem Vermögenshaushalt. Nachdem heuer die geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen abgeschlossen werden konnten, soll 2018 in die Vervollständigung der Softwareausstattung investiert werden. Zudem ist die Anschaffung von neuen Büromöbeln vorgesehen.

Zur Deckung des Finanzbedarfs im Vermögenshaushalt ist 2018 eine Entnahme aus der Rücklage von 30 000 Euro vorgesehen. Demnach vermindert sich die Allgemeine Rücklage auf 21 340 Euro. Ferner besteht eine Sonderrücklage (für Vermögenseigenschäden) von 10 594 Euro. Der Schuldenstand der VG (7500 Euro) zu Beginn des Haushaltsjahres soll auf 2500 Euro weiter abgebaut werden. Mit der Verabschiedung des Haushaltes wurde auch der vorgelegte Stellenplan beschlossen sowie für das Haushaltsjahr 2018 die Haushaltssatzung erlassen.

Nachdem der Verwaltungshaushalt einen ungedeckten Finanzbedarf von 795 050 Euro ausweist, wird diese Finanzlücke durch eine Umlage geschlossen. Grundlage für den auf die Mitgliedsgemeinden entfallenden Umlagebetrag ist die Einwohnerzahl zum 30. Juni 2016 (Kirchenthumbach: 3266, Vorbach: 1030, Schlammersdorf: 865 Einwohner). Bei insgesamt 5161 Einwohnern ergibt sich eine Pro-Kopf-Umlage von 154,05 Euro (2017: 137,09 Euro). Demnach hat Kirchenthumbach im kommenden Jahr 503 126 Euro (2017: 447 040 Euro), die Gemeinde Vorbach insgesamt 158 671 Euro (142 022 Euro) und die Gemeinde Schlammersdorf 133 253 Euro (120 088 Euro) als Verwaltungsumlage zu entrichten.

Feststellung und Entlastung der Jahresrechnung 2016

Auch der Bericht über die örtliche Rechnungsprüfung mit Feststellung und Entlastung der Jahresrechnung 2016 stand auf der Tagesordnung. Aus dem Bericht ging hervor, dass der Verwaltungshaushalt im Ergebnis eine Differenz vom Soll zum Plan von einem Prozent aufweist. Die Personalkosten sind um rund 1,7 Prozent hinter dem Plan.

Die hohen Sollausgaben im Vermögenshaushalt resultieren fast ausschließlich aus einer hohen Zuführung vom Verwaltungshaushalt und einer hohen Zuführung zu den Rücklagen. Im Vermögenshaushalt wurden die Ausgaben in Höhe von 16 781 Euro hauptsächlich für die Erneuerung der Telefonanlage, der Vervollständigung der Verwaltungssoftware sowie für die Ausstattung von Büroräumen verwendet. Planmäßig wurden die Schulden um 5000 Euro verringert. Die Beratung und Beschlussfassung über den Abschluss einer Kassenversicherung als weiterer Tagesordnungspunkt der Gemeinschaftsversammlung wurde vertagt. (br)

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