Alte Figuren ziehen bei Dorfweihnacht viele Blicke auf sich
Krippenschatz im Kirchturm

Vermischtes
Vorbach
23.12.2016
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Ein besonderer Hingucker bei der Dorfweihnacht im alten Schulhof war die Weihnachtskrippe, die Heimatpfleger Sigurd Burucker und Heinrich Schatz im Eingang des Backofens aufgebaut hatten. Dabei handelte es sich um jene Krippe, die bis Anfang der 1990er Jahre immer zur Weihnachtszeit in der Expositurkirche St. Johannes aufgestellt wurde.

Oberbibrach. Viele Beobachter wunderten sich, warum es angesichts der Schönheit der alten Figuren überhaupt eine neue Krippe gebraucht hat. Tatsächlich ist die aus Kork gebaute Hütte, in der neben der Heiligen Familie auch Ochs und Esel obligatorisch ihren Platz haben, heute noch eine Augenweide. Betende Hirten, Schafe, ein Hund sowie die Heiligen Drei Könige inklusive Beigaben, Kamel und Kamel-Treiber ergänzen das Bild.

Wenn auch nicht der Original-Vegetation im Heiligen Land entsprechend: Moose, Farne und Kiefernzweige verleihen der Szenerie einen sehr lebhaften Eindruck. Beim Betrachten findet man immer wieder etwas Neues, an dem das Auge hängenbleibt. Viele Besucher der Dorfweihnacht fühlten sich durch die Krippe wieder in ihre Kindheit versetzt: "Mich hat als Kleiner immer dieser Elefant fasziniert", sagte ein Oberbibracher. Beeindruckend ist auch das Alter, das anhand von Stempeln an einigen Figuren erkennbar ist. So wurde der Kamel-Treiber - bei ihm handelt es sich vermutlich um die älteste Figur - 1905 in Würzburg hergestellt. Die Hirten sind hingegen wohl etwas jünger, wie die abweichende Farb- und Formgestaltung erkennen lässt.

Trotz ihres "biblischen Alters" sind die Figuren noch in einem sehr guten Zustand. Heimatpfleger Sigurd Burucker und Heinrich Schatz, die die Krippe im Sommer in einer Kiste im Oberbibracher Kirchturm entdeckt hatten, wollen sie daher nur sanft restaurieren. Aufbewahrt wird sie künftig im alarmgesicherten Oberbibracher Dorfmuseum - wohlwissend, dass viele die Figuren selbst gerne besitzen würden.
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