Ansturm auf die erste Oberbibracher Dorfweihnacht
Im Weihnachtsdorf geht’s eng zu

Mit einem kleinen Weihnachtskonzert unterhielten Musiklehrer Benno Englhart (rechts) und einige seiner Schüler die Besucher der ersten Oberbibracher Dorfweihnacht. Bild: edo
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Vorbach
22.12.2016
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Einen derartigen Ansturm auf die erste Dorfweihnacht hatten selbst kühnste Optimisten nicht erwartet. "Sagenhaft, was hier los ist", staunte etwa Gabi Fraunholz, die Vorsitzende des Vereins "Hängematte", der neben den Elternbeiräten von Grundschule und Kindergarten zu den Organisatoren der Veranstaltung zählte.

Oberbibrach. Von der Empore des Nikolaus-Hauses aus beobachte Fraunholz das Geschehen - und sah Hunderte Besucher, die sich an den Ständen versorgten, Weihnachtsgeschenke kauften oder sich bei einer Tasse Glühwein am Lagerfeuer wärmten. Auch die Elternbeiratsvorsitzenden Karola Groher (Grundschule) und Carmen Kräml (Kindergarten) waren überwältigt.

Knapp 20 Fieranten - darunter Kunsthandwerker und Gastronomen aus der Nordoberpfalz - stellten in Hütten und Zelten ihre Waren aus. Die Kinder vergnügten sich beim Ponyreiten oder fertigten mit den Betreuerinnen der "Hängematte" Kerzen. Ihren großen Auftritt hatten die Linedancer von der offenen Ganztagesschule und Musiklehrer Benno Englhart versammelte aktuelle und ehemalige "Eleven" für ein kleines Weihnachtskonzert um sich.

Viele Blicke zog auch die wiederentdeckte Krippe der Expositurkirche St. Johannes auf sich. Heimatforscher Sigurd Burucker und Heiner Schatz hatten sie vor einigen Monaten verstaubt im Kirchturm entdeckt, wieder aufbereitet und im Eingang des Backofens liebevoll aufgebaut (Bericht folgt ).

Bereits nach wenigen Stunden war das Essen ausverkauft: Über 400 Portionen Bratwürste und Käsekrainer brachte der Elternbeirat der Grundschule an die Besucher. Reißenden Absatz fanden auch die "Power-Waffeln" des Vereins "Hängematte" - nach einer geheimen Rezeptur von Irmgard Kräml, die das ganze Jahr über für die Kinder der offenen Ganztagesschule gesunde und ausgewogene Gerichte zubereitet. Lediglich einen wesentlichen Bestandteil verriet die Köchin: Dinkelmehl.

Auch die mit selbst geräuchertem "Backstein-Käse" belegten Brote von Alexander Thurn, der ferner geräucherte Forellen feilbot, waren am Ende alle verzehrt. Der Erlös aus den Angeboten der Veranstalter kommt den Mädchen und Buben der Gemeinden Vorbach und Schlammersdorf zugute.

Die Feuerwehr Oberbibrach hatte ihr schmuckes Festgelände bereits Tage zuvor in weihnachtliche Stimmung versetzt. Beim Markt selbst hielten sich die Brandschützer im Hintergrund, sorgten aber für einen technisch einwandfreien Verlauf der Veranstaltung. Vorsitzender Martin Kräml zeigte sich zufrieden. Er könne sich vorstellen, dass dies nicht der letzte Weihnachtsmarkt im Bibertal gewesen ist.
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