15.10.2017 - 20:00 Uhr
VorbachOberpfalz

KDFB: Vortrag über Armut Krankheit und Sterben – Insgesamt 800 Euro gespendet "Erntedank" heißt Helfen

Oberbibrach. In der Gesellschaft werden Armut, Krankheit und Sterben verdrängt. Trotzdem finden sie statt. Über ihre Erfahrungen berichteten beim Katholischen Frauenbund Oberbibrach Hospizhelferin Hildegard Haupt und Elisabeth Wittmann, Schirmherrin der Aktion Lichtblicke.

Frauenbund-Schatzmeisterin Gisela Roder (links) und Ortsverbands-Sprecherin Irmi Bauer (rechts) überreichten die "Erntedank-Hilfe" an Hildegard Haupt (Zweite von links) und Elisabeth Wittmann (Dritte von links). Bild: do
von Robert DotzauerProfil

"Erntedank" hieß für den Frauenbund Hilfe für einen Personenkreis auf der Schattenseite des Lebens. Sprecherin Irmgard Bauer und Schatzmeisterin Gisela Ruder überreichten jeweils 400 Euro für die Hilfsaktionen von "Lichtblicke" und die Arbeit des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes. Gleichzeitig dankte Bauer allen Mitgliedern und der Bevölkerung für die Unterstützung der Frauenbund-Aktionen, zum Beispiel beim Kräuterbüschl-Binden, beim Weihnachtsmarkt und beim großen Kaffee-Kränzchen.

Seit 15 Jahren begleitet Hildegard Haupt sterbende Menschen in den letzten Stunden. Die Hospizhelferin aus Grafenwöhr arbeitet für den ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst Weiden-Neustadt/WN. Bei einem Kurzvortrag im alten Schulhaus in Oberbibrach berichtete sie dem Ortsverband des Katholischen Frauenbundes über ihre Arbeit. Dabei erhielten die circa 30 Damen im Rahmen der Erntedankfeier Einblick in eine verdrängte Welt. Den Zuhörerinnen berichtete Haupt über Situationen und gab Empfehlungen für die Zeit vor dem Tod. Die Hospizhelferin verband ihre Ausführungen mit Anmerkungen zur Patientenverfügung und zur Vorsorgevollmacht.

1994 rief die Neustädter Redaktion der Oberpfalz-Medien die Aktion "Lichtblicke" ins Leben. Den verschämten Bedürftigen zu helfen, war die Triebfeder der Idee, der seit 1996 Schirmherrin Elisabeth Wittmann Leuchtkraft verleiht. Die Ehefrau von Ex-Landrat Simon Wittmann berichtete den Frauenbund-Mitgliedern über die großartige Resonanz der Aktion für einen Personenkreis, dessen Hilfsbedürftigkeit in enger Zusammenarbeit mit dem Landratsamt in jedem einzelnen Fall geprüft werde. Das Besondere an "Lichtblicke" sei, dass kein Spenden-Euro verloren gehe, betonte die Schirmherrin. Unterstützt werde nicht mit Barzuwendungen, versicherte Wittmann. Ausschließlich fließe Unterstützung in Form von Sachleistungen und Entschädigungen an bedürftige Familien, Kranke, Behinderte und Unfallopfer, "damit diese Menschen ihr Leben wieder selbst in den Griff bekommen".

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