28.08.2017 - 15:06 Uhr
VorbachOberpfalz

Kirwa-Umzug in Oberbibrach "Rowerner" sichert sich Wagen

Neugier und schönes Wetter zogen am Kirwa-Sonntag an die 600 Besucher auf den Stachus zu Füßen der St.-Johannes-Kirche. Und es rentierte sich.

Voll war der Stachus beim diesjährigen Derblecken am Kirwa-Zug. Bei der Versteigerung des Kirwa-Wagens griff Bürgermeister Werner Roder am tiefsten in die Tasche. Bild: edo
von Autor EDOProfil

Oberbibrach. Drei Wagen mit Kirwa-Moidla, -Boum und eigener Band, mehrere Fußgruppen, bissige Gstanzla und die Versteigerung eines Kirwa-Wagens sorgten für Kurzweil.

Beim traditionellen Derblecken wurden die wichtigsten Interna des Dorflebens seit der vorherigen Kirwa auf satirische Weise zum Besten gegeben. Andreas Nickl, Verena Nickl und Debütantin Leoni Schmidt erzählten unter musikalischer Begleitung von Alex Thurn in Gstanzl-Form unter anderem von ambitionierten Vereinen, größenwahnsinnigen Gemeinde-Projekten und einem Hobby-Holzhändler, der aufgrund der mangelnden Qualität seiner Ware nun selbst auf seinen wurmstichigen Nagelbrettern sitzen bleibt.

Auch die 140-Jahr-Feier der Feuerwehr wurde thematisiert: "Alles homs plant, Ideen ohne Ende - wenns des alles umgsetzt haidn, dann wärns eits Legenden." Aber auch Anerkennung erhielten die Floriansjünger für die ausgefallene Speisekarte: "Weißwurst im Schlafrock von bester Qualität - dou mou ma eich loben für dei Spezialität."

Auch der Motorradclub bekam sein Fett weg, weil man bei der Werbung für den Pumpenjam, der nach vielen Jahren wieder in Oberbibrach- und nicht wie gewohnt in Eschenbach gefeiert wurde, die Ortsangabe unterschlagen hatte: "Af dem Flyer wor net zu sehn, wo die Party soll über die Bühne gehn", woraufhin einige potenzielle Gäste vor der verschlossenen Halle in Eschenbach vergeblich auf Einlass gewartet hatten. Hart ins Gericht ging das Kirwa-Tribunal auch mit dem Dorfladen in Vorbach: "Ob 5000 Euro im Plus oder in die Miesen - der Bürgermeister lässt sich die Stimmung nicht vermiesen." Dass der Angesprochene, alljährlich im Publikum vertreten, Spaß versteht, bewies er bei der anschließenden Versteigerung des Kirwa-Wagens. Mit einem Gebot von 100 Euro erhielt er nach einem zähen Wettbieten von Auktionsleiter Alex Thurn, der seinen endgültigen Rückzug vom Kirwa-Wagen verkündete, den Zuschlag für die Schubkarre und einen neuen Spitznamen inklusive: "Rowerner" in Anlehnung an das Dialektwort für das edle Gefährt.

Den Takt beim Zug gab indes wieder die Kirwa-Band vor, bestehend aus den Thurn-Brüdern Alex und Matthias, Christoph Hübner, Sebastian Perl und Michael Schmid. Unüberhörbar war auch der Schlachtruf der gut 50 Kirwa-Moidla und Boum: "Wer hout Kirwa - uns hout Kirwa!"

Im Anschluss machte der Zug seine Runde in den drei Lokalen. Dort gingen die Feierlichkeiten auch für viele Gäste weiter. Im Schützenhaus traf sich erneut die regionale Musikanten-Szene. Auch ein Dudelsack- Spieler erfreute dabei das Publikum mit einem abwechslungsreichem Programm. Party mit Vollblutmusiker "Hämpel" stand bei Hugos Pils-Pub auf dem Programm und auch bei der Zelt-Kirwa wurde bis spät in die Nacht gefeiert.

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