08.04.2018 - 20:00 Uhr
VorbachOberpfalz

Oberbibracher Schützen weihen Schießanlage ein Digitaler Volltreffer

Digitalisierung hat bekanntlich den Ruf, die Menschen eher aus der Gemeinschaft zu Individuen zu erziehen - in diesem Fall setzt die neue Technologie Maßstäbe, um das Gegenteil zu bewirken: Die Oberbibracher weihen ihren elektronischen Schießstand ein.

Am ersten Schießstand wurde noch klassisch auf eine Scheibe aus Papier gezielt. Bilder: qc (2)
von Autor QCProfil

Oberbibrach. Hat doch ein Schießstand sinnvollerweise hohe Auflagen an Sicherheit, bedingt dies so eine sehr begrenzte Teilnahme von Zuschauern während eines Wettkampfs. Die neue Anlage bietet die Übertragung der Zielscheiben und der aktuellen Schützen auf Monitore in der Gaststube. Der digitale Schießstand erlaubt eine noch nicht möglich gewesene Teilnahme der Zuschauer in Echtzeit.

Herzstück der neuen Technologie ist die Erfassung der Treffer. Wurde bisher auf eine Scheibe aus Papier geschossen, so erfassen pro Schießstand Hochgeschwindigkeitskameras die Kugel und machen im Moment, in dem das Ziel getroffen wird, vier Bilder, um die Position der Kugel zu bestimmen. Der Schütze erhält in Sekundenschnelle auf dem Tablet vor sich das Ergebnis seines Schusses. Die Auswertung ist praktisch mit dem letzten Schuss bereits durch die Software erledigt.

Standard im Oberbibracher Schießbetrieb in der Gauliga sind Luftgewehr und Luftpistole. Durch die neue Software können jetzt auch Lasergewehre ausgewertet werden. Diese unterliegen anderen Bestimmungen als die Luftdruckwaffen und können auch schon von Kindern benutzt werden.

Die hohen Anforderungen an Konzentration und einer ruhigen Hand prägen den Charakter eines Menschen. Bereits seit der Nachkriegszeit erkannten die Gründer der Schützenvereine den Schießsport als eine optimale Möglichkeit, die geistige Fitness zu trainieren.

Die Aufrüstung des Schießstandes wäre nicht möglich gewesen, ohne die Unterstützung von vielen Seiten. Angefangen von den ehrenamtlich geleisteten Stunden beim Einbau des Standes. Besonders zu erwähnen ist das Schützenmeisteramt um Günther König und Sven Schweiger. Auch Institutionen wie die Gemeinde Vorbach, der Landkreis Neustadt/WN und die Raiffeisenbank Nordoberpfalz steuerten ohne zu zögern wertvolle finanzielle Beiträge bei.

Programm zur Einweihung

Die Schützengesellschaft St. Sebastian feiert am Sonntag, 15. April, die Einweihung des Standes. Den Schießstand kann die Bevölkerung ab 11 Uhr ausprobieren. Auch Kinder und Anfänger können die neue Anlage testen.

Neben dem Probetraining gibt es für alle Besucher die Herausforderung eines Blattschusses auf die Standeröffnungsscheibe. Für Kinder gibt es ein eigenes Preisschießen, auch Kinderschminken steht auf dem Programm.

Im Zuge der Einweihungs-Wettkämpfe wird weiterhin die Hochzeitsscheibe von Resi und Alexander Thurn ausgeschossen.

Im Schützenhaus wird ein Mittagessen angeboten (Voranmeldung unter Telefon 555 erwünscht). Im Lauf des Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen, um sich von den schießsportlichen Versuchen zu erholen beziehungsweise dafür zu stärken.

Um 18 Uhr ist die offizielle Segnung des Standes durch Pater Adrian. Die Klosterbläser aus Speinshart begleiten ihn und sorgen für einen kurzweiligen Abend zum Ausklang des Festtags. (qc)

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.