10.05.2016 - 02:10 Uhr
VorbachOberpfalz

„Tanz in den Mai“ der Schützen bietet Volksmusik und Brauchtumspflege Urig, originell – und echt

Oberbibrach. "Gibst denn nu was Feiners, als wäi von der Sau a Schweiners!": So schallte es gleich zu Beginn des von Gerhard Thurn, dem Vorsitzenden der St.-Sebastian-Schützen, und seiner Mannschaft organisierten "Tanzes in den Mai" durch den Saal. Die legendäre Kapelle "Regensburg-Stamm", bekannt von ihren Auftritten als Regensburg-Botschafter in Schottland und China, war zu Gast und brachte ein seltenes Juwel ins beschauliche Biberbachtal: echte Volksmusik und Brauchtumspflege.

Alle auf die Tanzfläche: Das ließen sich Jung und Alt nicht zwei Mal sagen, als zu traditionellen Volkstänzen aufgespielt wurde.
von Autor QCProfil

Die Formation von der Donau bestach durch glasklare Taktgebung, präzise Einsätze und einen perfekten Bühnenauftritt - und das alles live und ohne jeden Verstärker. Großen Anteil an dem gelungenen Abend hatten aber auch die Jugendgruppe des Kirchenthumbacher Trachtenvereins unter Leitung von Angelika Leipold und die Formation "Laierische Bawalatschn" mit ihren originellen Auftritten. "Wir haben extra die Kirchenthumbacher Brauchtumsfreunde eingeladen, weil wir ja in einer Verwaltungsgemeinschaft beisammen sind", erklärte dazu Gerhard Thurn.

Vortänzer und Moderator Erich Tahedl bat zum Auftanz die Paare aufs Parkett. Dann hieß es: "Hans bleib do, du weißt ja nicht, wie's Wetter wird". Gezeigt wurden auch der "Schwarze Peter", der "Siebenschritt", die "Sternpolka", der "Lumperer" und der "Boarische".

Als später Stargast entpuppte sich der blutjunge Philipp Kleber aus Kirchenthumbach mit seinen Gstanzln von der "roaten Ruom" (rote Rübe). "Ein seltenes Talent habts ihr da", lobte Roman Christa vom "Regensburg-Stamm".

Übrigens: Was "Feines vom Schweinern" gab die Küche des Schützenhauses nicht preis, aber eine Ausnahme vom Jahreskreis wurde schon gemacht. Den Gästen wurde erlesenes Krenfleisch vom Rind serviert, das gibt es sonst ausschließlich zur Kirwa.

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