11.01.2018 - 20:00 Uhr
VorbachOberpfalz

Ausbildungsmesse in Oberbibrach Ohne Azubis keine Zukunft

Das Werben um Nachwuchs wird für viele Handwerker sowie Industrie- und Gewerbebetriebe zur Existenzfrage. Gemeinsam luden deshalb die CSU-Ortsverbände aus Vorbach, Kirchenthumbach und Schlammersdorf mit Firmen aus der Region zur nunmehr vierten Ausbildungsmesse nach Oberbibrach.

Werben um den Nachwuchs war bei der Ausbildungsmesse im Oberbibracher Schützenhaus St. Sebastian angesagt. Rund ums Thema Zweiräder ging es am Stand der wachstumsstarken Firma ZS 2radteile.
von Robert DotzauerProfil

Oberbibrach. Qualifizierte Arbeitskräfte werden mehr denn je händeringend gesucht. Ausschau nach tüchtigen Nachwuchskräften zu halten, gehört deshalb zu den zentralen Anliegen vieler Unternehmer. Nur mit bestens ausgebildeten Fachkräften können sie dauerhaft im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen. "Die Jugendlichen von heute sind die Garanten für die erfolgreiche Zukunft der Betriebe von morgen", unterstrich Sabine Koppe, Mitglied der Geschäftsführung der Firmen Koppe und Kerafol.

Auch die öffentlichen Arbeitgeber freuen sich über jeden Jugendlichen, der sich für den öffentlichen Dienst entscheidet. "Wir brauchen Nachwuchs für vier Krankenhäuser, für die Berufsfachschule für Krankenpflege und die Verwaltung", betonte Werner Roder. Der Vorbacher Bürgermeister war bei der Ausbildungsmesse in Oberbibrach in doppelter Funktion tätig. In seiner Eigenschaft als Geschäftsleiter des Bezirks Oberfranken stellte er dessen Ausbildungsangebote vor, als Gemeindechef begrüßte er die Initiative der CSU und der regionalen Firmen. Großes Lob ernteten die Vertreter der Betriebe von Schlammersdorfs zweiter Bürgermeisterin Tanja Renner. Auch im Namen der CSU-Vertreter aus Kirchenthumbach und Vorbach würdigte Renner das Informationsangebot der zehn Aussteller und dankte den Organisatoren sowie Gerhard Thurn für die Bereitstellung des Schützenhauses.

Grußworte sprachen Landtagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender Tobias Reiß sowie stellvertretender Landrat Albert Nickl. Mit Blick auf "Weltmarktführer in nächster Nähe" würdigte Reiß das innovative Ausbildungsangebot der Unternehmen während Albert Nickl von einer Win-Win-Situation bei der Einstellung junger Leute sprach. "Nur attraktive Arbeitsplätze können diese jungen Menschen in nächster Nähe zum Wohnort halten", bemerkte Nickl und lobte die Vorzüge der Unternehmen im Bereich der drei Gemeinden. Alexander Goller oblag es anschließend, in kurzen Porträts die einzelnen Aussteller vorzustellen.

Unter dem Motto "klein, aber fein" freuten sich die Firmen über das rege Interesse. Fast 50 Jugendliche nutzten die Möglichkeit - fernab von unüberschaubaren Messen mit Hunderten von Ausstellern - mit den Firmenvertretern ins Gespräch zu kommen. Für Moderator Alexander Goller und das gesamte Organisationsteam war es wichtig, den interessierten Schülern persönliche Kontakte zu ermöglichen. Eine Idee, die hervorragend angenommen wurde.

Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten stellten die Firmen Novem Car (Vorbach), ATP Autoteile Pöllath (Kirchenthumbach), ZS 2radteile (Oberbibrach), Kollmer Bohr- und Tiefbau (Kirchenthumbach), Kerafol (Eschenbach) und SEDA (Neuhaus/Pegnitz) vor. Gute Berufs- und Aufstiegschancen verkündeten auch die Vertreter der Polizeidirektion Weiden, des Bezirks Oberfranken und das St.-Michaels-Werk Grafenwöhr. Für eine Ausbildung als Koch oder als Hotelfachmann warb der Klostergasthof in Speinshart.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.