Walter Buttler hört auf
Eine letzte Starkbierrede

Der "kleine und der große Walter" nahmen am Samstag Abschied und genossen zum letzten Mal das "Bad in der Menge". Bilder: Hirsch (2)
Freizeit
Wackersdorf
12.03.2018
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Der "kleine und der große Walter" nehmen am Samstag endgültig Abschied von der Wackersdorfer Starkbierfestbühne. Noch einmal liest Walter Buttler den 600 Gästen in der Sporthalle die Leviten und erinnert an Anekdoten, "die nicht in der Zeitung standen".

"D'Hofdorfer Musikanten" spielten zum Einzug den bayerischen Defiliermarsch. Zuvor hatte der "bayerische Hias" mit seinen G'stanzln und Jodlern die Stimmung in der Halle angeheizt. Walter Buttler reihte sich in die "Prominenz der Zurückgetretenen" ein: Luise Kinseher, die Urban-Buam, Franz Schindler, Horst Seehofer und Martin Schulz. Vielleicht auch bald Andreas Feller? "Die Frau Englhardt-Kopf würde weitermachen", ließ der Starkbierfest-Redner dem Schwandorfer Oberbürgermeister wissen.

Wenn die Schwandorfer die Länderbahn nicht mehr wollen, "wir in Wackersdorf nehmen sie gern". Dann fahren die Züge von Nürnberg über Rauberweiher nach Prag. Der Herrgott muss ein Wackersdorfer sein, ist der Prediger überzeugt. Zum Bürgerfestauftakt schien nach tagelangem Regen plötzlich die Sonne, und pünktlich zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes begann es zu schneien.

Wie nützlich doch die sozialen Netzwerke sein können. Der Vogel Armin und seine Frau machen Urlaub in Kroatien und stellen fest, dass sie ihren Reisepass vergessen hat. Ob der Aufruf der Vogels über Facebook einen Erfolg hatte, konnte Walter Buttler allerdings nicht in Erfahrung bringen. Der Scharf Jackl wurde auf seinem Sardinien-Urlaub Opfer der Technik, als ihn das "Navi" in eine Straße lotste, "in der es hinten und vorne nicht mehr weiterging".

"Denkzettel" für Berlin

"Was sagt ihr denn zum neuen Pfarrhof?", fragte der Redner in die Runde. Er selbst habe während der Bauzeit drei Kilo abgenommen. Nicht, weil er etwa mitgeholfen habe, sondern weil seine Frau, die Kirchenpflegerin, kaum noch zum Kochen zu Hause war. Dass Wackersdorf die drittmeisten AfD-Wähler im Landkreis Schwandorf hat, wundert den Fastenprediger schon: "Bei uns ist doch alles in Ordnung". Das könne nur "ein Denkzettel in Richtung Berlin" gewesen sein.

"Freier Standesbeamter"

Dass neben seinem Wirtshaus die größte Holzkugel der Welt entstehen soll, freut besonders den Haller-Wirt in Oder, der seine Gaststätte nun in "Pater-Josef-Spezial-Brotzeitstüberl" umbenennen möchte. Der frühere Bürgermeister Alfred Jäger hat eine neue Aufgabe als "freier Standesbeamter" gefunden und habe sich vorgenommen, bayerische und österreichische Bienen miteinander zu kreuzen. Bürgermeister Thomas Falter und die Sprecherin der Interessensgemeinschaft der Vereine, Karin Rossmann, bedankten sich bei Buttler und seiner Frau Anneliese. Zum letzten Mal genoss der Starkbierredner das "Bad in der Menge".
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