22.08.2014 - 00:00 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Pfarrer Arne Langbein referiert über die Bibel - Tipps für "Einsteiger" Das Buch der Bücher neu erleben

Sie enthält die "Grunderzählung der Alten Welt". Für Pfarrer Arne Langbein Grund genug, sich einmal speziell mit der Bibel auseinanderzusetzen. Er tat dies mit einem Vortrag beim Wackersdorf-Treff der evangelischen Kirchengemeinde.

Die meisten Menschen begegnen Texten aus der Bibel, wenn sie einen Gottesdienst besuchen. Pfarrer Arne Langbein (rechts) erörterte beim Wackersdorf-Treff, warum das so ist und stellte dar, wie die Bibel auch im alltäglichen Leben eine helfende Rolle spielen kann. Bild: doa
von Autor DOAProfil

"Die Bibel ist mehr als ein Buch, das man schnell durchliest," sagte Pfarrer Milton Jandrey in seinen einführenden Worten, "sie ist eher ein lebenslanger Begleiter." Für den Geistlichen war es der letzte Wackersdorf-Treff, den er organisiert hatte, da er in den nächsten Wochen in seine Heimat Brasilien zurück kehrt. Aber es soll weitere Treffs geben, hieß es.

Referent Arne Langbein wusste, dass es schon vor Luther Übersetzungen der lateinischen Bibel die heilige Schrift in Landessprachen gab. Was aber damals nicht dazu führte, dass jeder die Bibel zu Hause hatte: "Dafür war sie zu teuer und es konnte auch nicht jeder lesen und schreiben, trotz der Reformation."

So war noch lange Zeit der Gottesdienst jener Ort, an dem Gläubige mit den Inhalten der Schrift vertraut gemacht wurden. Dass sich immer mehr Menschen die Bibel trotzdem selbst anschafften, hatte auch damit zu tun, dass sie als mündige Christen unabhängig von Pfarrern über das Evangelium Bescheid wissen wollten. "Da war schon ein Zug von voraufklärerischem Denken dabei," kommentierte Langbein die Entwicklung.

Aber erst durch den Pietismus wurde das Bibellesen zu Hause zur Tradition; im 19. Jahrhundert entstanden dann die Bibelwerke, die das Buch massenhaft herstellen ließen. Für Langbein ist "in der Postmoderne das Bekenntnis zum Bibellesen durchaus wieder möglich, anders als noch vor 20 Jahren". Er fand, dass sich ein Christ in der Bibel einigermaßen auskennen sollte und empfahl das Werk als "Trostbuch".

Es sei auf keinen Fall eine "Waffe" oder zum Angstmachen da. "Wo es gut geht, kann der Text der Bibel zur Grundlage der eigenen Biografie werden," versicherte er. Und er gab einige Tipps für Einsteiger: Die "Vätererzählungen" im Alten Testament und der Prophet Amos, sowie im Neuen Testament das Evangelium des Markus. Sein Appell: "Entdecken Sie dieses Buch ganz neu."

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