19.10.2017 - 15:02 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Gemeinderat beschließt Neubau des Wertstoffhofs Teures Recycling

Der Gemeinde Wackersdorf ist ein neuer Recyclinghof einiges wert. Auf 555 000 Euro werden die Kosten geschätzt, die für das Entsorgungszentrum nahe des Bauhofs fällig werden. Direkt daneben soll außerdem ein weiteres Regenrückhaltebecken entstehen, beschloss der Gemeinderat am Mittwoch.

Der Wackersdorfer Gemeinderat tagte am Mittwoch ausnahmsweise im neuen Mehrgenerationenhaus und genoss die modernen Räume, die auch viel Lob bei den Nutzern finden. Bilder: Hösamer (2)
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Nach Ortsbesichtigungen in Kümmersbruck und Ebermannsdorf entschied sich der Rat für eine der Varianten, die der Techniker Manfred Pürner (Büro Renner und Hartmann) vorstellte. Der Neubau wurde nötig, weil der bisherige Wertstoffhof zu klein geworden ist.

Zu- und Abfahrt des neuen Recyclinghofs sind getrennt, es gibt mehr als genügend Parkplätze und Stellflächen für Entsorgungsbehälter. Die wichtigsten Container werden zentral in der Fläche versenkt eingebaut, die weiteren Behälter am Rand entlang. Versenkte Container waren die wichtigste Forderung aus Nutzerkreisen. Rund 5000 Quadratmeter groß wird der Wertstoffhof, etwa 4300 davon werden asphaltiert. Die Entwässerung soll nach Anregung von Mario Borowski nicht über einen Graben, sondern verrohrt erfolgen. Die Abbiegespuren von der Zufahrtsstraße her müssen noch geplant werden. Vor dem Tor zum Wertstoffhof wird es Aufstellflächen für Fahrzeuge geben, um einen Stau auf die Straße hinaus möglichst zu verhindern.

Oktober 2018 fertig

Für das Personal (zwei Teilzeitkräfte) wird ein neuer Container angeschafft, der neben einem Aufenthaltsraum auch Toilette und Geräteraum beherbergt. Nach Pürners Worten ist eine Fertigstellung des Recyclinghofs bis Oktober 2018 möglich. Die momentan hohen Baupreise schlugen sich auch in der Kalkulation nieder. 555 000 Euro soll der Hof kosten. Maximal 80 000 Euro Zuschuss gibt's dazu vom Landkreis, erläuterte Bürgermeister Thomas Falter. Er empfahl dem Gemeinderat die vorgestellte "Variante II", das Gremium folgte dem einstimmig.

Zwischen dem künftigen Baugebiet Wackersdorf Süd III und dem neuen Recyclinghof wird ein weiteres Regenüberlaufbecken (RÜB) mit Absetzfunktion entstehen. Es dient einerseits der Entwässerung des neuen Baugebietes, andererseits als weitere Hochwasser-Absicherung bei Stark- regenereignissen. Das Becken soll 3700 Kubikmeter fassen. Bauingenieur Erwin Schall (Renner und Hartmann) stellte die Einzelheiten vor und schätzte die Kosten auf etwa 422 000 Euro. Bürgermeister Thomas Falter nannte das RÜB einen weiteren Schritt zum Hochwasserschutz. "Wir sind damit aber noch nicht fertig", sagte Falter. Der Aushub, der beim Bau anfällt, soll für den Lärmschutzwall des neuen Baugebietes verwendet werden, wenn sich das Material als geeignet erweist. Das Überlaufbecken soll ebenfalls im Herbst 2018 fertig sein. Der Gemeinderat beschloss den Bau einstimmig.

Mit Entwicklung zufrieden

Die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Stephanie Staudenmayer, stellte die bisherigen Erfahrungen in der neuen Einrichtung vor. Der offene Treff müsse forciert werden, so ihre erste Bilanz, außerdem will sie mehr junge Familien in das Haus ziehen. Das Haus hat vor acht Monaten die Arbeit aufgenommen. Mit der Entwicklung war der Rat zufrieden.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.