Gemeinderat lehnt Bauvoranfrage für Mehrfamilienhäuser ab
Zu hoch für Höhenstraße

Auf diesem Grundstück in der Höhenstraße wollte ein privater Investor zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 18 Wohneinheiten errichten. Der Gemeinderat lehnte das Vorhaben einstimmig ab. Bild: Hirsch
Politik
Wackersdorf
20.04.2017
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"Diese Bauvoranfrage hat mir große Sorgen bereitet", gesteht Bürgermeister Thomas Falter. Schließlich musste er den Gemeinderäten dazu raten, das Vorhaben in der Höhenstraße 47 abzulehnen - was in der Sitzung am Mittwoch auch einstimmig geschah.

Ein privater Investor beabsichtigte an dieser Stelle den Bau von zwei Mehrfamilienhäusern mit je neun Wohneinheiten. Im Bereich der Höhenstraße gibt es keinen Bebauungsplan. "Dennoch müssen sich die Gebäude in die nähere Umgebung einfügen", betonte Falter. Bei einem dreigeschossigen Mehrfamilienwohnhaus sei dies nicht der Fall, "denn in der unmittelbaren Umgebung stehen nur Einfamilienhäuser".

Signal der Gemeinde


Für Thomas Falter passe das Vorhaben städteplanerisch nicht in die vorhandene Bebauung. Diese Meinung vertraten auch die Vertreter der Fraktionen. Die Gemeinderäte verweigerten dann auch einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Sie wollen den Charakter der Ortschaft beibehalten und verstehen die Ablehnung auch als Signal an andere Interessenten, "die überdimensioniert bauen wollen". Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat dagegen einen Bauantrag der eigenen Gemeinde auf Errichtung eines Funktionsgebäudes für den TV Wackersdorf. Mit einem Kostenaufwand von 800 000 Euro wird die Kommune das bestehende, über 60 Jahre alte Haus abreißen und ein neues Funktionsgebäude mit vier Umkleidekabinen für die Spieler und zwei für die Schiedsrichter sowie Duschen, Sanitäranlagen und Räume für die Geschäftsstelle errichten.

Sowohl das statische Gutachten von BBI Bauer Beratende Ingenieure Regensburg als auch die Expertise des Ingenieurbüros Brundobler GmbH kamen zu dem Ergebnis, dass sich eine Sanierung nicht lohne. Marc Feil von der Ecoplan Planungsgesellschaft gab am Mittwoch den Zeitplan bekannt. Im Juli erfolgt der Abriss des alten Sportheimes. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Sommer 2018 geplant. 342 000 Euro investiert die Gemeinde in diesem Jahr in den Ausbau der Anton-Bruckner-Straße auf einer Länge von 190 Metern. Baubeginn ist im August.
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