19.04.2018 - 15:22 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Gemeinderat Wackersdorf billigt 200000 Euro für Ausbau: Kinder brauchen mehr Platz

Gleich Nägel mit Köpfen machen: Das ist das Ziel des Wackersdorfer Gemeinderats bei der Kinderbetreuung. In den Heselbacher Kindergarten werden noch einmal viel Geld für eine Übergangsgruppe gesteckt.

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Gemeinde wächst, entsprechend steigt der Bedarf für die Kinderbetreuungsplätze. Der Gemeinderat hatte deshalb schon im November beschlossen, ab September 2018 eine Übergangsgruppe einzurichten. 13 Kindergartenplätze und 9 Krippenplätze werden gebracht. Die Kindergarten-Übergangsgruppe wird in Heselbach Platz finden, die Krippenkinder können noch untergebracht werden.

Für die Übergangslösung hatte der Rat das Obergeschoss des Heselbacher Kindergartens ins Auge gefasst und 60 000 Euro für kleinere Umbauten eingeplant. In der Sitzung am Mittwoch war sich der Gemeinderat mit Bürgermeister Thomas Falter (CSU) einig, gleich "Nägel mit Köpfen" zu machen. Das Obergeschoss soll mit einem Aufwand von rund 215 000 Euro so in Schuss gebracht werden, dass es nach der Nutzung durch die Notgruppe vom Kindergarten weiter genutzt werden kann, etwa für Schlaf- und Intensivierungsräume. "Jeder Euro für die Kinderbetreuung ist gut angelegt", traf Sabine Roidl (CSU) die Meinung ihrer Kollegen. Der Gemeinderat billigte den Ausbau einstimmig, der schnell über die Bühne gehen soll. In der nächsten Sitzung am Mittwoch, 25. April, wird der Gemeinderat über den Standort eines neuen, zusätzlichen Kindergartens beschließen.

Neuer Wertstoffhof

Der neue Wertstoffhof der Gemeinde wird Am Ziehbügl beim Bauhof entstehen. Das hat der Gemeinderat bereits beschlossen. Die Ausführungsplanungen sind nun soweit fertiggestellt. Die Kostenschätzung beläuft sich auf brutto gut 555 000 Euro. Der Gemeinderat billigte die Pläne, die Uwe Knutzen vom Bauamt vorgestellt hatte. Gleichzeitig wird nördlich des Wertstoffhofes ein weiteres Regenrückhaltebecken gebaut. Es solle die neuen Baugebiete entwässern und für mehr Sicherheit bei extremen Regenfällen bieten, erläuterte Bürgermeister Falter. Der Rat billigte die Ausgaben von 400 000 Euro. Beide Baumaßnahmen werden nun umgesetzt. Ende des Jahres sollen sie abgeschlossen sein.

Dagegen wird es noch etwas dauern, bis ein Verkehrsmodell für die Gemeinde vorliegt. Ein erster Schritt dazu war die Zählung, die Bernhard Schuster vom Büro Kurzak (München) dem Rat vorstellte. Die Zählungen sind Grundlage für die städtebaulichen Pläne im Zuge des Entwicklungskonzepts (ISEK). Gezählt wurden die Verkehrsteilnehmer im Oktober 2017. Gegenüber der letzten Zählung im Jahr 2012 ist die Zahl der Fahrzeuge, die in Wackersdorf unterwegs sind, im Schnitt um etwa zehn Prozent gestiegen. Gezählt wurde an 24 Kontenpunkten.

Zählung als Grundlage

Rund 8100 Fahrzeuge sind täglich an der Ortseinfahrt an der Schwandorfer Straße unterwegs und teilen sich dann auf. Rund 5900 fahren weiter in die Schwandorfer Straße, etwa 2000 Richtung Hauptstraße, 1300 in die Eichenstraße. Am Anschluss der Industriestraße an die B 85 wurden rund 5900 Fahrzeuge ermittelt, die Richtung Gewerbegebiete unterwegs sind. Der Anteil des Schwerverkehrs im Ort beläuft sich auf 2 Prozent - im Wesentlichen Entsorgungsfahrzeuge oder Busse.

Auf der Industriestraße dagegen liegt der Anteil des Lkw-Verkehrs bei etwa 13 Prozent (rund 760 Lkw). Auch die Parksituation wurde in den Blick genommen und Fußgänger gezählt. Die Ergebnisse sind jetzt Grundlage weiterer Planungen.

Jeder Euro für die Kinderbetreuung ist gut angelegt.Gemeinderätin Sabine Roidl (CSU)

 

 

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