Gemeinderatssietzung in Wackersdorf
Kindergartenplätze knapp

Politik
Wackersdorf
18.05.2017
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prosperiert. Das bringt nicht immer nur Segen - sondern auch neue Herausforderungen. In der Kommune werden derzeit die Kindergarten- und Krippen-Plätze knapp.

Bei der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend informierten die Kindergarten-Leiterinnen Marianne Knauer (Kunterbunt) und Monika Stehr (Regenborgen) über die aktuelle Lage. Und die sieht so aus, dass sowohl die Kindergärten, als auch die Krippen zu 100 Prozent ausgelastet sind. Ab September wird es nicht anders sein. Das zeigen die Anmeldungen. Erfahrungsgemäß kommen auch noch Kinder wegen Zuzügen dazu.

Für Bürgermeister Thomas Falter Grund genug, die Angelegenheit im Gemeinderat zu behandeln. Er sagte: "Für uns ist es jetzt in diesem Frühstadium wichtig, die aktuelle Entwicklung und Anmeldezahlen, die Geburtenentwicklung, die Zuzüge und auch die neuen Baugebiete (Wackersdorf Süd BA3) in unsere weiteren Planungen einzubeziehen." In den vergangenen Jahren habe die Kommune enorm in die Einrichtungen investiert. Das sei natürlich auch bedingt durch die positive Entwicklung der Einwohnerzahlen und dem Zuzug vieler junger Familien.

Bedarfsermittlung geplant

Knauer und Stehr berichteten, dass die Eltern immer mehr Betreuungszeit buchen. Angebote wie das Mittagessen in der Einrichtung würden immer mehr angenommen. Die Krippenkinder würden immer jünger. Falter sagte über die Unterbringung der Kinder: "Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr ist nicht mehr die Ausnahme, sondern Standar." Dem Bürgermeister sei es wichtig, dass die Kinder aller Bürger einen Platz im Kindergarten oder der Krippe bekommen. Kleine Stellschrauben gebe es. Allerdings fragte er: "Wie sieht es in einem Jahr aus?" Gemeinsam mit dem Landratsamt Schwandorf will Falter eine Bedarfsermittlung vornehmen. Die Prognosen zur künftigen Einwohnerentwicklung sollen als Basis dienen. Wackersdorf kann derzeit sechs Kindergarten- und vier Krippen-Gruppen vorweisen.

Falter ist außerdem bereits auf die Unternehmen zugegangen. Bei einer Sitzung mit sämtlichen in Wackersdorf angesiedelten Firmen kam die Sprache auf Werkskindergärten. "Der Bedarf der Firmen ist zu meiner Überraschung aber relativ gering." Die Bereitschaft der Unternehmen sei da, allerdings nicht die Nachfrage nach Kindergarten-Plätzen.

Probleme mit den Eltern

Christina Schwarzfischer, Jugendsozialarbeiterin an der Mittelschule, berichtete über ihre Arbeit. Sie sprach von 24 Schülern, die eine Einzelfallhilfe dauerhaft in Anspruch genommen haben. Dabei ging es hauptsächlich um Entwicklungsauffälligkeiten, seelische oder schulische Probleme sowie familiäre Konflikte oder Problemen mit den Eltern. Außerdem war die Jugendsozialarbeiterin in mehrere Projekte involviert und leistete Netzwerkarbeit.

Der Bedarf der Firmen ist zu meiner Überraschung aber relativ gering.Bürgermeister Thomas Falter über Werkskindergärten
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