08.03.2017 - 20:00 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Thomas Falter einziger nominierter Kandidat für die Bürgermeisterwahl Es muss kein Wackersdorfer sein

Amtsinhaber Thomas Falter (CSU) ist der einzige, nominierte Kandidat für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 12. März, in Wackersdorf. Für die Stimmberechtigten bedeutet das aber nicht, dass sie keine andere Wahl hätten.

10. April 2011: Wahlleiter Max Politzka (rechts) gratulierte Thomas Falter, der mit 65,1 Prozent zum neuen Wackersdorfer Bürgermeister gewählt wurde. Dritter von rechts Alfred Jäger, der Vorgänger Falters. Archivbild: Götz
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

SPD und Freie Wähler verzichteten darauf, einen eigenen Kandidaten zu nominieren. Die Chancen, Thomas Falter (48) aus dem Amt zu kegeln, sind wohl auch eher gering: Die allermeisten Entscheidungen im Gemeinderat fallen in großer Einmütigkeit, die Zeiten harscher Debatten sind seit 2011, als Falter sein Amt antrat, vorbei. Vor sechs Jahren hatte er sich in der Stichwahl mit 65,1 Prozent der Stimmen gegen Thomas Neidl (FW) durchgesetzt. Im ersten Wahlgang war Günther Pronath (SPD) aus dem Rennen ausgeschieden.

Eine Besonderheit

Am Sonntag sind nun 4338 Wackersdorfer aufgerufen, einen neuen berufsmäßigen Bürgermeister zu wählen, wie Alfred Dobler von der Verwaltung auf Nachfrage der Oberpfalz-Medien mitteilte. Thomas Falter wird als einziger Kandidat auf dem Stimmzettel stehen. Das Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz sieht in solchen Fällen eine Besonderheit vor. In einer gesonderten Spalte können die Wähler einen anderen Namen eintragen. Die Person, die Bürgermeister werden soll, muss dann genau benannt werden, deshalb wird auch nach dem Stand gefragt. Wählbar ist jeder Deutsche, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und nicht 67 Jahre alt ist.

Außerdem gelten die Ausscheidungskriterien des Wahlgesetzes. Wer etwa infolge deutschen Richterspruchs die Wählbarkeit oder die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt oder in Strafhaft sitzt, ist nicht wählbar. Keine Rolle spielt, ob der Kandidat in Wackersdorf lebt. Die Vorgabe, dass ein Gemeindeoberhaupt Gemeindebürger sein muss, gilt nur für ehrenamtliche Bürgermeister.

Wahlleiter ist Gemeinderat Manfred Rittler. Er wird am Sonntagabend im Lehrerzimmer der Schule auch das Ergebnis bekanntgeben. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Zwei sind in der Schule untergebracht, eins in Heselbach im Gasthaus Besenhardt für die Ortsteile Meldau, Heselbach und Mappenberg. Die Gemeinde hat zwei Briefwahllokale eingerichtet. Bislang haben laut Dobler rund 540 Wähler die Briefwahlunterlagen angefordert. Rund 50 Wahlhelfer werden für einen reibungslosen und geordneten Ablauf sorgen. Seit 1993 Josef Ebner vom Amt des Bürgermeisters zurücktrat, wird in Wackersdorf "außer der Reihe" gewählt.

Das wieder zu ändern liegt in Wackersdorf in der Hand des Bürgermeisters: Er könnte die Zusammenlegung mit den allgemeinen Kommunalwahlen in drei Jahren beim Gemeinderat beantragen, seine Amtszeit wäre dann entsprechend verkürzt. Einen entsprechenden Antrag hatte Alfred Jäger in seiner letzten Amtszeit gestellt, den lehnte der Gemeinderat aber ab.

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