20.02.2018 - 20:00 Uhr
Wackersdorf

"Diamantene" im Huase Hehberger Hochzeit im zweiten Anlauf

Als Christa (heute 82) und Hans Hehberger (81) im Februar 1958 in der Schwandorfer Jakobskirche heiraten wollen, weist sie der damalige katholische Pfarrer ab. 60 Jahre später feiern die beiden diamantene Hochzeit, weil der evangelische Pfarrer keine Probleme macht.

Hans und Christa Hehberger (von links) feierten diamantene Hochzeit. Bürgermeister Thomas Falter (rechts) gratulierte. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

"Such' dir ein katholisches Mädchen, dann kannst du wieder kommen", sagte damals der katholische Geistliche dem 22-jährigen jungen Mann. Doch Hans Hehberger wollte keine andere Frau als "seine Christa", auch wenn diese evangelisch war. So wurde einfach in der Erlöserkirche geheiratet. Zum Glück: Die Ehe "hält" mittlerweile seit 60 Jahren. Die beiden zogen zwei Töchter groß und freuen sich heute über fünf Enkel und acht Urenkel. 25 Jahre lang war Hans Hehberger Bäderleiter bei der Stadt Schwandorf und die Autorität im Freibad. Wenn er früher unzähligen den Kindern das Schwimmen beigebracht hat, dann gibt der 81-jährige heute seine Erfahrung an die Teilnehmer der Wassergymnastik-Kurse weiter.

Das Ehepaar wohnt in Wackersdorf. Am Montag schaute Bürgermeister Hans Falter vorbei und gratulierte zur diamantenen Hochzeit mit einem Geschenk. Hans Hehberger kam am 20. November 1936 in München zur Welt. Aufgewachsen ist er in Schwandorf. In den 1950er-Jahren spielte der wurfgewaltige Handballer beim FC Schwandorf in der Bayernliga und gehörte auch der Bayern-Auswahl an. Von 1956 bis 1975 arbeitete Hans Hehberger bei der damaligen Brauerei Schmidt als Schlosser und Mälzer, ehe der staatlich geprüfte Schwimmmeister die Leitung der beiden Schwandorfer Bäder übernahm und diesen Beruf bis zur Pensionierung im Jahre 2000 ausübte.

Hans Hehberger engagierte sich ehrenamtlich beim Roten Kreuz, bei der Wasserwacht, bei den Stockschützen, dem Schützenverein und dem "Dus'nverein" in Ettmannsdorf sowie bei den "Lustigen Stoapfälzern" und dem Gartenbauverein in Wackersdorf.

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