Festrede über Bergbau und Sport bei Barbarafeier
Knappen auf dem Fußballplatz

Der Vorsitzende des Knappenvereins, Jürgen Müller (rechts) bedankte sich beim Festredner Jakob Scharf (links) mit einem Erinnerungsgeschenk.
Vermischtes
Wackersdorf
06.12.2016
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"Der Bergbau und der Sport". Dieses Thema wählte der Steinberger Altbürgermeister Jakob Scharf für seine Rede zur Barbara- Feier. Der eingefleischte Club-Fan outete sich als Schalke-Anhänger und war mit dabei, als "sein" 1. FC Nürnberg im Mai 2014 in der Schalke-Arena 1:4 verlor und aus der ersten Bundesliga abstieg.

er. Er habe Tränen in den Augen gehabt, gestand der "Jackl" in seiner Festrede am Sonntag im Pfarrheim. Nicht deshalb, weil der Club abgestiegen sei. Vielmehr war er von der Atmosphäre im Stadion überwältigt. Die Lichter gingen aus, das ganze Stadion stand auf und sang aus zigtausend Kehlen: "Glückauf der Steiger kommt".

BBI und TV eng verbunden

Wie "auf Schalke", so gingen auch in vielen anderen Gemeinden Sportvereine aus dem Bergbau hervor. So auch in Wackersdorf. Im Sommer 1912, sechs Jahre nach der Gründung der Bayerischen Braunkohle-Industrie (BBI), wurde der Turnverein aus der Taufe gehoben. Von Beginn an waren Sportverein und BBI eng miteinander verbunden. Das Unternehmen baute Turnhalle und Sportplatz, und bald hieß Wackersdorf der "Kohlenpott der Oberpfalz".

So wie die "Knappen auf Schalke" ehemals polnische Arbeiter in ihre Fußballmannschaft integrierten, so seien die Sportvereine heute aufgerufen, junge Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen eine Heimat zu geben, betonte Jakob Scharf die große Integrationskraft des Sports. Deshalb habe er sich über die Äußerungen seines Parteifreundes und CSU-Generalsekretärs Andreas Scheuer vom "Fußball spielenden ministrierenden Senegalesen, den man nie wieder los wird" sehr geärgert, versicherte der stellvertretende Landrat.

Sechs Landkreisgemeinden haben die Bergbausymbole "Schlägel und Eisen" in ihren Wappen. So auch der TV Glück-Auf Wackersdorf, der mit seiner "Knappen-Elf" in der Blütezeit in der Landesliga spielte.

Nicht nur Fußball

Aber nicht nur der Fußballsport war eng mit dem Bergbau verbunden, hat Jakob Scharf in seinen Recherchen herausgefunden. Es gründeten sich Turn- und Radfahrvereine, auch einige Brieftaubenvereine gegen auf diese Zeit zurück. Die Barbara-Feier begann mit einem Gottesdienst und einem Festzug durch die Ortschaft. Beim Frühschoppen im Pfarrheim spielte die Bergmannskapelle zur Unterhaltung auf, und der Knappenchor sang das "Barbara-Gebet".
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