10.04.2018 - 20:00 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Jugendfeuerwehr Wackersdorf 24 Stunden lang Ernstfall geübt

Mehrere Brände und ein schwerer Verkehrsunfall. Die Feuerwehr Wackersdorf hat innerhalb von 24 Stunden sehr viel zu tun. Glücklicherweise handelt es sich nur um einen Übungstag der Jugendfeuerwehr.

Die Jugendfeuerwehr Wackersdorf war 24 Stunden lang bei mehreren Übungseinsätzen gefordert. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

Am Freitag trafen sich die Jugendlichen der Feuerwehr Wackersdorf zu einer 24-Stunden-Übung. Ziel war es, den Nachwuchs an den Einsatzdienst der Feuerwehr heranzuführen. Bei den Jugendlichen handelte es sich um 12- bis 17-Jährige, die derzeit zum Feuerwehrmann ausgebildet werden. Um einen Eindruck in den Alltag zu simulieren, organisierte Jugendwart Alexander Würsching mit seinen Jugendwarthelfern Andrea Grashiller und Florian Sander den Übungstag.

Nach einer Einweisung folgte vom stellvertretenden Kommandanten Dieter Schick ein Unterricht zum Thema "Feuerwehr-Einsatztaktik". Anschließend mussten die Jugendlichen zu einem fiktiven Brand bei der Firma Eckart Werke ausrücken. Beim Eintreffen erhielt Einsatzleiterin Svenja Gärtner von der Jugendfeuerwehr an der Pforte die Mitteilung, dass es sich um einen Brand in einem Gebäude handelt, in dem flüssiges Aluminium um verarbeitet wird, zwei Mitarbeiter seien vermisst. Nach einer Lageerkundung mit dem Zugführer, dem Gruppenführer und dem Angriffstrupp einschließlich Betriebspersonal konnte anhand eines vorhandenen Einsatzplans festgestellt werden, dass der Brand aufgrund Explosionsgefahr nicht mit Wasser bekämpft werden kann. Mit Sonderlöschmittel des Betriebes war der Brand relativ schnell unter Kontrolle zu bringen. Auch die verletzten Mitarbeiter waren rasch gefunden und konnten dem Rettungsdienst übergeben werden.

Im Gerätehaus mussten die Fahrzeuge wieder aufgerüstet werden. Danach musste sich der Nachwuchs im Industriegebiet um einen Werkstattbrand mit verletzten Personen kümmern. Die Jugendlichen staunten nicht schlecht. Tatsächlich brannte ein Fahrzeug in einer Garage. Nach dem Abendessen fielen die jungen Feuerwehrdienstleistenden in ihre Betten im Gerätehaus. Mitten in der Nacht alarmierte die Integrierte Leitstelle die Jugendlichen erneut. Es stelle sich allerdings heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.

Im Morgengrauen ertönte erneut der Alarm. Die Meldung "Brand beim Bolzplatz" forderte die Jugendlichen, die einen in Brand geratenen Holzhaufen löschen mussten. Nach dem Frühstück folgte eine praktische Ausbildung. Kaum begonnen, kam die letzte für diesen Tag angesagte Übung "Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person". Für den Nachwuchs gab es von allen Seiten Lob für ihren Einsatz und ihr Engagement.

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