23.03.2018 - 20:00 Uhr
Waidhaus

Dienst- und Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Reinhardsrieth Nachsitzen für Nachfolger

Die Reinhardsriether Feuerwehr muss nachsitzen. Weder für den zweiten Vorsitzenden noch den zweiten Kommandanten finden sich Freiwillige.

Einen Nachfolger für den langjährigen stellvertretenden Kommandanten Josef Hösl (rechts) will die Feuerwehr Reinhardsrieth schnell finden. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Reinhardsrieth. 21 von 54 gemeldeten Aktiven wählten in der Dienstversammlung in der Gastwirtschaft Hösl Josef Nickl noch einmal als Kommandant. Seine nochmalige Amtszeit wird er wegen des Erreichens der für Bayern geltenden Altersgrenze nicht mehr ganz ausfüllen können. Stellvertreter Josef Hösl lehnte als langjähriger Amtsinhaber eine Wiederwahl strikt ab.

Daraufhin forderte Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer aus Pleystein in naher Zukunft eine Mitgliederversammlung, zu der alle Aktiven persönlich einzuladen seien, um den Feuerschutz in der Ortschaft zu gewährleisten. Wenn alle Stricke reißen würden, müsse laut Gesetz Bürgermeisterin Margit Kirzinger eine Person für diesen Posten bestimmen. "Wenn da was ist, bei Schneeverwehungen oder umgestürzten Bäumen, ist eine Wehr vor Ort gerade hier oben unbedingt erforderlich", betonte Kreisbrandmeister Thomas Kleber. Die Rathauschefin stellte Alfred Blöderl als Feuerwehr-Beauftragten der Marktgemeinde vor.

Außerdem standen beim Feuerwehrverein nach sechs Jahren Neuwahlen an. An der Spitze bleibt Georg Lang als Vorsitzender. Nadine Wirth und Josef Kick stehen weiterhin als Kassiererin und Schriftführer zur Verfügung. Neuer Jugendvertreter ist André Nickl. Im Ausschuss arbeiten Ludwig Träger, Anneliese Wirth und Johann Kick mit. Alexandra Berger und Annette Schneider werden die Kasse prüfen.

"Wir hatten heute jedes Mal mit einem Stellvertreter für den Chef ein Problem", sagte die Bürgermeisterin. Eindringlich bat sie Vorsitzenden Lang, nun intensiv auf Werbetour zu gehen: "Ich hoffe ja doch, dass wir fündig werden." Dabei sah sie gerade in den Feuerwehr-Mitgliedern jene, die das Leben in den Dörfern aufrecht erhielten und gestalteten. Darüber hinaus sei der deutliche Frauenüberschuss in der Reinhardsriether Wehr ein Novum im Landkreis - und das schon seit über 25 Jahren.

Im Namen der Kreisbrand-Inspektion sagte Rewitzer dem ausgeschiedenen Stellvertreter Hösl "Danke. Du warst da in den 30 Jahren, wo ich auch schon in Diensten bin." Dem Kreisbrandinspektor war nicht bange: "Mit Sicherheit werden wir wieder jemanden finden." Kleber warb für eine Teilnahme der Jugendlichen beim großen Zeltlager im Sommer in der Waidhauser Freizeitanlage "Bäckeröd". Den Aktiven signalisierte er Bereitschaft, zu Übungen zu kommen und bat um eine Auffrischung in der Ersten Hilfe.

Ein Teilnehmer wollte am Ende noch die aktuelle Mitgliederzahl wissen, nachdem 54 Aktive eine große Schar seien. Schriftführer Kick antwortete schnell: "Im Verzeichnis stehen aktuell 72 Mitglieder."

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