15.01.2018 - 20:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

Enzian-Schützenball eröffnet Faschingssaison Abfeiern im Schlafanzug

Enorm früh schlüpfen die Waidhauser am Samstag in ihre Schlafanzüge. Ausruhen oder gar schlafen will an diesem Abend aber niemand.

Johannes Zeug (Mitte) führt im Schützenhaus nicht nur durchs Programm, sondern mischt auch bei den heiteren Einlagen mit. Bilder: fjo (2)
von Josef ForsterProfil

Frankenreuth. Bei der ersten Pyjama-Party des Jahres wollte viele Faschingsnarren dabei sein. Sah es in den Tagen zuvor noch wie in einem Schafstall aus, so präsentierte sich der Festsaal zum Eröffnungsball des Waidhauser Faschings üppig dekoriert. Mit Hilfe der Schützenjugend werkelte und bastelte Monika Zeitler-Kals tagelang an den selbst geschaffenen Kunstwerken, die von der Decke hingen. Darunter eine ganze Herde aus selbst kreierten Schafen.

Über die vielen starken Vereinsabordnungen freute sich dritter Bürgermeister Johannes Zeug in seiner Begrüßung. Neben den Schützenvereinen aus der Region waren verschiedene Gruppen aus der Marktgemeinde zum ersten Ball der noch jungen Saison gekommen.

Um die gute Laune kümmerte sich vor allem Stefan Melchner von der Band "Sommerwind", der die erste Tanzrunde zugunsten einer Anzahl Witze eintauschte. Schnell herrschte ausgelassene Stimmung im Schützenhaus und in der angrenzenden Gaststube. Die Tanzfläche füllte sich. Nach den besinnlichen Feiertagen und der staaden Zeit wollten viele Gäste wieder etwas aktiv werden auf dem Parkett.

Intensive Proben

Zum ersten Auftritt der "Enzian-Showtanz-Gruppe" gestand Zeug als Mitwirkender: "Am Montag hatten wir noch gar nichts." Aber in Annamaria Günter habe man eine hervorragende Organisatorin gefunden: "Sie suchte etwas Passendes, kümmerte sich um die Choreographie und probte mit dem Männertrio die ganze Woche intensiv."

So wurde die Einlage der "Enzian-Synchron-Schwimmer" Zeug, Rudi Hirschmann und Karlheinz Hagner zum viel beklatschten und umjubelten Auftritt. Das Trio genoss die Lachsalven aus dem Publikum förmlich und ließ sich zu noch mehr Spaß anspornen.

Jugend kommt später

Als zu späterer Zeit die Bar öffnete, wurde es im Saal nicht leerer. Denn die nachströmenden Jugendlichen nahmen die zeitweise frei gewordenen Plätze gleich in Beschlag. Das Motto "Pyjama-Party & süße Träume" fand Gefallen bei Jung und Alt. Schlafanzüge, Nachthemden und Pyjamas aus vielen Zeitepochen kuschelten sich an den Tischen dicht aneinander. Die Speisekarte hielt für jeden Geschmack etwas bereit. Unter anderem standen Schnitzel oder Currywürste im Angebot.

Die "süßen Träume" machten sich in der Stunde vor Mitternacht die Aktiven der Tanzgruppe "Public Surprise" des Waidhauser Faschingsverein zu eigen. Für die große Schar war es zugleich die Premiere der aktuellen Choreographie. "Das war eine Spitzenleistung", bescheinigte nicht nur Ansager Zeug nach dem beinahe halbstündigen Auftritt. Mit Tanzrunden, Barbesuchen oder Polonaisen ging es bis in den frühen Morgen - immer mit dem Waidhauser Faschingsruf "Heng, heng - leck, leck" auf den Lippen.

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