06.02.2018 - 16:30 Uhr
Waidhaus

Faschingsball des Waidhauser Musikvereins Alptraum bei der Zugabe

Einen traumhaften Auftritt legt "Public Surprise" auch beim Faschingsball des Waidhauser Musikvereins in Frankenreuth hin. Die Darbietung der Tanzgruppe hat jedoch diesmal ein anderes Ende als sonst.

Rund um die Traumwelt von Katharina Karl (Mitte) baute die Tanzgruppe "Public Surprise" ihre diesjährige Mitternachtsshow. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Frankenreuth. Die Mitternachtsshow von "Public Surprise" am Samstagabend im Gasthaus Mack wird nicht nur den Akteuren noch lange in Erinnerung bleiben. Etliche Vereinsabordnungen mischten sich unter die vielen Maskierten. Das Musikerduo "Fibie & Rich" sorgte für beste Stimmung in beiden Sälen. Das Tanzparkett war oft zu klein.

Als zu vorgerückter Stunde Organisationschef Hermann Träger mit seinen Helfern eine Tür mit Türstock in die Gaststätte trug, wussten die Gäste, dass der Auftritt des Waidhauser Faschingsvereins nun unmittelbar bevorsteht. Rund um die Träume von Katharina Karl bauten die Tänzer in ihrer selbst entworfenen Choreographie ihren Auftritt auf. Die passenden Musiktiteln zu dieser "Traumwelt" lieferte "Public Surprise" gleich mit. Liebevoll und mit vielen Einfällen bei der Umsetzung tanzte sich die große Gruppe schnell in die Herzen des begeisterten Publikums.

Nach dem Durchschreiten der mitgebrachten Tür mit einem großen Teddybär in der Hand machte ein fröhlicher Tanz im Reigen einer heiteren Mädchenschar den Auftakt. Blumengirlanden in den Haaren und an den Kleidern verstärkten das unbeschwerte Treiben. Doch schon der zweite Abschnitt wechselte zur Seite der Alpträume. Mit venezianischen Vogelmasken auf den Köpfen kehrte das Männerquartett die Szenerie schnell ins Gegenteil, und vier Tänzerinnen mit Röcken ganz aus Vogelfedern gesellten sich in der gleichen Farbkombination dazu.

Noch einmal flammte im Anschluss ein lieblicher Traumteil auf, als sich Hauptakteurin Karl auf einem Jahrmarkt wähnen durfte und die Mittänzerinnen an die Zuschauer Getränke und Süßigkeiten verteilten. Ein Teil der Garde tanzte beschwingt in farbig schimmernden Kleider und machte Platz für die restliche Schar, die derweil in üppig ausgestattete Karokostüme geschlüpft war.

Bevor es zur großen gemeinschaftlichen Schlussszene ging, krönte ein viel beklatschter Einzelpaartanz mit Björn Wittmann die Leistungen Karls. Nach dem Abschluss der Show dauerte es nicht lange, und im Saal mehrten sich die "Zugabe"-Rufe. Doch als die Gruppe damit beginnen wollte, machte das Abspielgerät für die Begleitmusik nicht mit. Was tun? Richard Wagner von der pausierenden Musikgruppe hatte die rettende Idee: Er forderte das Publikum auf, einfach rhythmisch im Takt zu klatschen. Das genügte den Akteuren, um die Zugabe ohne Musik synchron und im einstudierten Ablauf durchzubringen. Da gab es erst recht viel Applaus und "Bravo"-Rufe. Die gelungene Improvisation war dann noch lange Thema an den Tischen.

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