Schießsportgruppe vor Rauswurf

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger, Kreisvorsitzender Richard Berger (von links), Bürgermeister Rainer Rewitzer und stellvertretender Bezirksvorsitzender Thomas Semba (von rechts) gratulieren Brian Berger (Mitte) zur Auszeichnung. Bild: fjo
Freizeit
Waidhaus
22.03.2018
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Pleystein. Von massiven bürokratischen Hürden und Problemen berichtete Kreis- und Ortsvorsitzender Richard Berger beim Soldatentag. Als Auslöser der Verstimmung nannte er die Bundeswehr in Oberviechtach, die die Schießsportgruppe künftig nicht mehr auf ihr Gelände lasse. Bei allen Bemühungen, die Berger daraufhin startete, habe er sich Vieles anhören müssen. Manche Telefonate seien eskaliert.

In seinem Rückblick nannte Berger die aktuelle Zahl von 940 Mitgliedern. "Der demografische Wandel bringt es mit sich, dass die Kameradschaften und somit auch der Kreisverband immer weniger Mitglieder aufweist." Der Höhepunkt 2017 sei die Einweihung des restaurierten Kriegermahnmals in Großenschwand gewesen. In seine Dankesworte an die Sammler für den Volksbund deutscher Kriegsgräber überreichte der Kreisvorsitzende eine hohe Auszeichnung an Hauptfeldwebel Brian Berger (Roding).

Zudem präsentierte er ein neues Programm für die Mitgliederverwaltung in Ortsvereinen. Die Bezirksversammlung mit Neuwahlen werde am 28. April in Oberköblitz stattfinden und die Landesversammlung am 5. Mai in Adelsdorf. Ab kommendem Jahr wird der Beitrag von 4,50 Euro auf 5 Euro steigen, weshalb der Kreisvorsitzende für die Einbeziehung fördernder Mitglieder und der Ehrenmitglieder plädierte. Nach 25 Jahren kündigte Kreiskassier Max Kick aus Waldthurn für die nächsten Wahlen seinen Rücktritt an.

Bernhard Kammerer aus Döllnitz gab einen Überblick zum Ablauf des Kreiskriegertreffens am 27. Mai. Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger betonte: "Es ist schwerer geworden, neue Mitglieder zu gewinnen." Noch schwieriger sei es, junge Leute für die Mitarbeit zu gewinnen. Zum Rauswurf der Schießsportgruppe kommentierte die Waidhauser Bürgermeisterin: "Das ist doch kontraproduktiv. Mir als Laie ist dieses Vorgehen völlig unverständlich. Ich hoffe, dass die Sache noch gut ausgeht."

Der Pleysteiner Rathauschef Rainer Rewitzer sah in den Reservistenkameradschaften und Kriegervereinen "das Bindeglied zur aktiven Truppe" mit einer Übernahme der Aufgaben auf den gemeinschaftlichen, freundschaftlichen und geselligen Bereichen vor Ort. Stellvertretender Bezirksvorsitzender Thomas Semba aus Kirchenlaibach schlug vor, das Schießsportangebot auszuweiten, sich für neue Ideen in den Ortsvereinen zu öffnen, wie die Aufnahme von Frauen und neuartigen Veranstaltungen, sowie attraktiver für jüngere Mitglieder zu werden.
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