Vortrag über die Weihnachtstrucker-Aktion
Bescherung für Waisenkinder

Über die Weihnachtstrucker-Aktion informieren Jürgen Mensch, Herbert und Elke Flöck sowie Ludwig Wüst (von rechts). Dabei gibt es auch Waren, die im Karpatendorf Lokod in Siebenbürgen hergestellt worden sind. Bild: fjo
Freizeit
Waidhaus
22.03.2018
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Obwohl es bis Ostern nicht mehr weit ist, steht im Frankenreuther Schützenhaus ein anderes großes christliches Fest im Mittelpunkt. "Wo gehen unsere Weihnachtspakete hin?" Die Frage des Theatervereins "Dorfbühne" löst großes Interesse aus.

Frankenreuth. Aktionsbetreuer Jürgen Mensch war vom unerwarteten Zuspruch "ganz baff". Seit dem Beginn der Unterstützung ist Ludwig Wüst aus Georgenberg als Lastwagen-Fahrer dabei. Er stellte die Initiatoren Elke und Herbert Flöck vor, die seit 1990 aktiv sind. Ein Kurzfilm informierte über die Tour der Weihnachtstrucker zum Jahresende 2017. Alle Pakete gingen an sozial Schwache in Südosteuropa. Pro Lastwagen seien dies immerhin 1200 bis 1300 Stück, zuletzt waren es rund 12 500. Diese Versorgung sei für die gesamte Region "sehr wichtig".

"Ein Ort zum Leben"

Immer wieder wurde es mucksmäuschenstill im Saal, als Flöck über die Schicksale einzelner Kinder berichtete. Begonnen habe alles in dem kleinen Karpatendorf Lokod in Siebenbürgen. Wo damals nur noch ein paar alte Menschen lebten, sei für Jugendliche aus umliegenden Waisenhäusern ein lebendiger Ort, "ein Ort zum Leben", geschaffen worden.

Vielen von ihnen gelinge es nicht mehr, den Weg in ein selbstständiges Leben zu finden, und sie landeten auf der Straße. Bis zu 15 solcher Jugendlicher könnten in den stiftungseigenen Häusern und Werkstätten in Lokod leben und arbeiten.

Sozialpädagoginnen betreuten die Gruppen und ermöglichten Unterstützung bei der Bewältigung seelischer Probleme. Nach einer anfänglichen "Arbeitstherapie" fänden die Betreuten einen beschützten Arbeitsplatz in den stiftungseigenen Werkstätten als Tischler, Schlosser, Betonarbeiter, Näherin, Weberin oder in der Landwirtschaft, Viehhaltung, Gartenbau und Küche.

Infrastruktur vorhanden

Wenn ein Jugendlicher sich fit fühle für ein selbstständiges Leben, verlasse er das Jugenddorf und erhalte dann Unterstützung über die Beratungsstelle in der nahe gelegenen Kreisstadt Odorheiu-Secuiesc. Im Jugenddorf Lokod sei darüber hinaus auch die Infrastruktur für die Durchführung von Aus- und Weiterbildungskursen, Seminaren und Ferienfreizeiten vorhanden.

Während der Sommerferien verlebten immer wieder Gruppen von bis zu 50 Kindern und Jugendlichen ihre Ferienfreizeit in dem Jugenddorf. Auch die Kinder aus den Familienhäusern seien jedes Jahr für zwei Wochen in Lokod zum Sommerlager.
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