1. Rock-Musikantentreffen gut besucht
Laut und rhythmisch in den Advent

Christian Schmucker, Silvia Lindner und Johannes Hochwart (von rechts) sowie Michael Planner (im Hintergrund am Schlagzeug) sorgen für Stimmung. Bild: fjo
Kultur
Waidhaus
06.12.2017
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Musikantentreffen standen in Waidhaus früher sehr hoch im Kurs. Eine Neuauflage in abgewandelter Form findet nun schnell viele Liebhaber.

Exzellente Rockmusik brachte das erste Adventswochenende mit sich. Einer satten Zahl spiel- und sangesfreudiger Amateure stand ein vollauf begeistertes Publikum gegenüber. Die Wahl der Gaststätte fiel auf eine besondere Lokalität in der Ortsmitte. Tuncer Tiryaki stellte sein komplettes Bistro "Flamingo" für die außergewöhnliche Veranstaltung zur Verfügung.

Enormen Aufwand betrieb in den Wochen zuvor die kleine Vorbereitungsmannschaft um Michael Planner. Wenige Stunden bevor es losging, musste auch noch der zentnerschwere Billardtisch weichen. Eine umfangreiche professionelle Ausstattung stellten die Initiatoren kostenlos zur Verfügung. Der späte Beginn in den Stunden vor Mitternacht erwies sich als bestens gewählt.

Spenden für die Kita

Bei freiem Eintritt konnten kleine Spenden in den Gitarrenkoffer vor der Bühne geworfen werden. Eine Weitergabe der Summe zu 100 Prozent sicherten die Organisatoren an die örtliche Kindertagesstätte (Kita) St. Emmeram zu. Im Namen des Elternbeirats dankte Pamela Bauer für die Idee. Mit Bass, Gitarre und Gesang brachte sich Organisator Planner selbst immer wieder in die verschiedenen Formationen ein. Darüber hinaus übernahm er die Moderation, stellte die Mitwirkenden vor und warb für Spenden. Musiklehrer Tobias Bauer aus Neukirchen zu Sankt Christoph wechselte oft den Platz mit Andreas Ringholz am Schlagzeug.

Aus Eslarn war nicht nur Johannes Hochwart nach Waidhaus gekommen, der mit seiner E-Gitarre und Gesang eine glänzende Visitenkarte hinterließ. Ihm gleich tat es Christian Schmucker als Bandkollege von "One Way". Für geniale Momente sorgte Silvia Lindner mit der Interpretation bekannter und weniger gängiger Titel. Prägnanter als das Original kam gar Cranberries "Zombie" in einer pompös arrangierten Version daher. Gut vorbereitet erwies sich auch der Programmablauf. In loser Reihenfolge fanden sich die Musiker für ihre Auftritte auf der Bühne ein. Nach jeweils zwei oder drei Titeln gab es eine kleine Pause, die das Publikum mit Blick auf die "staade Zeit" zum Plaudern nutzte.

Zahlreiche Knüller

Mit der Zeit fanden auch Johannes Springer oder Ex-Kubies-Mitglied Andreas Federl (beide Bassgitarre) den Weg auf die Bühne. "Sweet Home Frouschlou" war dabei nur einer von vielen Knüllern, der in allerbester Darbietung als Eigenkreation voll den Geschmack der Zuhörer traf. Ohne jeglichen Probenaufwand im Vorfeld glückte den Aktiven sogar ein buntes Potpourri der Band "Creedence Clearwater Revival" ohne Abstimmungsschwierigkeiten.

Viele Besucher hielten alleine die Idee bereits für einen Knaller und befürworteten darüber hinaus den gewählten Termin am Beginn der Adventszeit. Mit einer Bandbreite an Liedern, die sich von Welthits wie "Summer of 69" von Bryan Adams bis hin zu Eigenkompositionen erstreckte, ging die vorweihnachtliche Sause bis in den Morgen hinein.
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