02.07.2017 - 20:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

40 Jahre OWV Pfrentsch Zarte Töne und Big-Band-Sound

Alle Facetten eines für ein Festzelt geeigneten Musikantentreffens sind am Samstag beim Auftakt des 40-jährigen Gründungsjubiläums des OWV Pfrentsch zu hören. Die Zusammenarbeit mit dem Regionalsender OTV beschert dem Waidhauser Ortsteil eine Vielzahl von Gruppen.

Beste Stimmung herrschte an den Tischen nicht nur als Hermann Mack mit seinen Nachwuchsbläsern zünftig aufspielte. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Pfrentsch. (fjo) Festleiter Wolfgang Bauriedl leistete mit seinem Ausschuss um Vorsitzende Rosi Grötsch eine kompakte Organisation. Zwei Nachwuchskapellen des Waidhauser Musikvereins gehörte der Anfang des bestens besuchten Abends. Die Jüngsten meisterten unter Leitung von Hermann Mack einen tadellosen Auftritt mit dem Gospelklassiker "Oh, when the Saints".

Interessiert verfolgte das Publikum den Ablauf, der aufgrund der Fernsehaufzeichnung recht ungewohnt vonstatten ging. Redakteurin Annika Bock informierte über die jeweiligen Umbauarbeiten auf der Bühne zwischen den einzelnen Interpreten.

Junge Bläser

Da machte der Wechsel zu den Nachwuchsbläsern unter Leitung von Mack keine Ausnahme. Jedes Ensemble hatte drei Stücke angemeldet, welche für den "OTV-Musikantenstammtisch" als Mitschnitt in den Kasten wanderten. Mit der Blasmusik war es nach den beiden Nachwuchsgruppen erst einmal vorbei.

Zarte und sanfte Töne brachte die Formation "Hackbrett Furiosa" aus dem Heimatfestort Waldthurn zu Gehör. Das Ehepaar Andrea Zellner-Vitzthum (Hackbrett) und Martin Zellner (Akkordeon) spielte mit Christine Eller (Hackbrett, Okarina und Harfe) Titel wie "Sapperlott" und die "Sliwowitz-Polka". Als Gruppe mit der weitesten Anreise folgte das Quartett "Pfiffige Knepf". Sigi, Marco und Werner Winter aus dem Raum Amberg-Sulzbach trugen mit Sabine Pschibl in das Musikantentreffen einen Flair von altbayerischer Volksmusik der feinen Art. Das Quartett begeisterte nicht nur mit ihrer Version der "Liebeslaube", sondern auch mit dem Walzer "Am Grundlsee". Ein Lied aus der Oberpfalz durfte mit dem Mundarttitel "Mia san so nie dahoam" trotzdem nicht fehlen.

Kraftvolle Männerstimmen

In voller Besetzung belegte die "Waidhauser Stubenmusik" um Leiter Bernhard Kreuzer darauf die Bühne. Violinist Helmut Mayer reiste - trotz beruflicher Fortbildung über das Wochenende - extra aus München an. Kraftvolle Männerstimmen begleiteten als Chor beim "Weisen Marabu" und "Mein Waidhaus" aus der Feder von Kreuzers Vorgänger Andreas Dobner. In einer Bearbeitung des Pfrentschers Ludwig Peyerl kam als drittes Stück "Wiener G'schichten" zu Gehör.

Als nächste große Kapelle nahm die "Damen-Big-Band" mit Chefin Simone Dietl das Heft in die Hand und lieferte optisch und musikalisch einen Auftritt der Extraklasse. Drei amerikanische Titel zeugten nicht nur von der Bandbreite der Musik an diesem Abend, sondern ebenso von der instrumentalen Vielfalt in der Marktgemeinde.

Nach dieser glanzvollen Steilvorlage brodelte beim "Bannerweber" das ganze Zelt. Begeistert forderten die Gäste eine Zugabe. Mit seiner bodenständigen Art und handwerklichem Können traf er den Nerv des Publikums.

Die restliche Nacht gehörte nach fast drei Stunden Abwechslung pur den "Eslarner Werkstattmusikanten" um Marco Procher. Böhmisch-bayerische Blasmusik gab dem Festzelt seinen ureigensten Flair zurück und spätestens beim "Böhmischen Traum" standen die Zuhörer reihenweise auf und klatschten im Takt.

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