13.03.2018 - 20:00 Uhr
Waidhaus

Heimatkundlicher Arbeitskreis Waidhaus Zu wenig junge Heimatforscher

"Wie können wir die junge Generation für unsere Leidenschaft begeistern?" Unerwartet neue Töne schlug Vorsitzender Andreas Ringholz in der Jahreshauptversammlung des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HAK) an. Eine Satzungsänderung führt die Organisation ein weiteres Stück in die digitale Welt. Mit allgemeiner Zustimmung wird von Briefen auf E-Mails für Einladungen umgestellt.

Anja Puff, Maria Hermann-Pressl und Karl Ochantel (Zweite bis Vierter von rechts) haben schon viel Material für die neuen Waidhauser Dorf-Geschichte(n) gesammelt und einen Großteil davon auch schon verfasst. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Ringholz hatte gute Argumente: "Nur wenige Mitglieder sind nicht per E-Mail erreichbar. Sie werden weiterhin per Post eingeladen." Schatzmeisterin Maria Hermann-Pressl beurteilte den finanziellen Zustand des Vereins "trotz hoher Ausgaben, die überwiegend der aktuellen Ausstellung zu den Waidhauser Musikgeschichte(n) geschuldet sind" als "zufriedenstellend". Außer dem Verkauf der Hefte sei der HAK auf Spenden und die wenigen Mitgliedsbeiträge als Einkünfte angewiesen. Vorsitzender Ringholz sah dies ebenso und lobte in seinen Dankesworten die hervorragende Arbeit der Schatzmeisterin. Zudem hob er den aktuellen Heftbestand auf Lager im Wert von rund 5000 Euro hervor.

Im Rückblick erwähnte Ringholz als "gelungene Veranstaltungen" die Sitzweil mit Musikgruppen und Vorträgen von Mitglied Josef Forster aus Vohenstrauß sowie den Musikanten-Stammtisch. Auch Bürgermeisterin Margit Kirzinger war "voll des Lobes über alle Mitglieder" und bezeichnete die Arbeit seit Bestehen des Vereins als "Erfolgsserie". Der Beitrag, den die Gemeinde mit der Beschaffung und Installation der Aufhängevorrichtungen und einer dazugehörigen Beleuchtung für die Ausstellungsräume im Rathauses leistete, sei "eine gute Investition, da sie die ganzen Räumlichkeiten aufwertet und die Exponate ins richtige Licht rückt". Darauf angesprochen, bestätigte sie, dass durch ihre Fürsprache die Spendenbereitschaft der Sparkasse und der "Open Grid Europe" etwas höher ausgefallen sei.

Für den Verein hoffte Ringholz im Ausblick auf etwas Nachwuchs: "Es geht nicht um die Anzahl der Mitglieder, sondern um jüngere Leute, die sich gerne an der Heimatforschung und Dokumentation beteiligen würden." In diesem Zusammenhang wurde angeregt, ob nicht die Gemeinde oder der HAK in Zusammenarbeit mit der Kommune die jüngere und aktuelle Waidhauser Geschichte dokumentieren sollte. Verwaltungsangestellte Heike Bauriedl mache im Auftrag der Bürgermeisterin seit geraumer Zeit von jedem Ereignis Fotos. In der tschechischen Nachbargemeinde Pfraumberg (Primda) gebe es sogar einen Ortschronisten. Am neuen Heft über Hagendorf, Reinhardsrieth und Reichenau werde bereits fleißig gearbeitet, informierte Ringholz. Karl Ochantel, Maria Hermann-Pressl und Anja Puff hätten schon viel Material gesammelt und einen Großteil verfasst.

Pfarrer Georg Hartl erwähnte die Grabpflege in den Orten jenseits der Grenze und lud zu weiteren Sonntags-Spaziergängen ein. Der nächste werde Hesselsdorf und Münchsfeld zum Ziel haben. Ein Termin stehe noch nicht fest. Der Seelsorger wusste auch, dass der tschechische Verein "Omnium" begonnen hat, die fast verfallene Kirche in Neuhäusl (Nove Domky) zu renovieren. Dafür würden noch Helfer gebraucht. Angesprochen wurden ferner Themen wie Häusergeschichten und eine Ausstellung über die Feuerwehren.

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