25.02.2018 - 20:00 Uhr
Waidhaus

Musikanten mischen in Waidhaus auf "Atemnot" im Rathaus

Wenn im Rathaussaal "Atemnot" herrscht, dann müssen gestandene Musikanten am Werk sein. Das beweist das Musikantentreffen in Waidhaus.

Eng wird es, wenn die Bläsergruppe "Atemnot" unter Leitung von Hermann Mack (stehend) ins rappelvolle Gemeindezentrum einrückt. Bilder: fjo(2)
von Josef ForsterProfil

Dem Heimatkundlichen Arbeitskreis glückte innerhalb weniger Wochen erneut ein Publikumsmagnet. Purer Spaß und Einfallsreichtum ließen die Herzen von Zuschauern und Akteuren des Musikantenstammtischs höher schlagen. Ausschließlich Waidhauser Eigengewächse standen im Rampenlicht des zur Bühne umfunktionierten Gemeindezentrums. Vorsitzender Andreas Ringholz konnte mit seinem harten Kern das Glück kaum fassen. Der "Waidhauser Stubenmusik" gehörte in großer Besetzung die Einleitung. Das Ensemble unter Leitung von Bernhard Kreuzer brillierte mit seinem Männerchor. Mit Hans Pausch aus Waldthurn am Kontrabass und dessen Sohn Christoph Pausch aus Weiden (Violine) als Gäste, stand ein kompletter Klangkörper mit allen Nuancen einer bodenständigen Stubenmusik zur Verfügung.

Ein extra Beifall war Richard Wölfl für sein Solo beim Lied "Powichltatschkerla" gewiss. Moderator Lothar Höher erinnerte an seinen ersten Besuch im Waidhauser Rathaus, als der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher den Grenzzaun symbolisch durchschnitt. Soeben habe er die Ausstellung "Waidhauser Musikgeschichte(n)" besichtigen können, wovon er sich "voll des Lobes" zeigte: "Ich wüsste nicht, dass andere Gemeinden ihre Musik auch so in Ehren halten." Reinhald Zilk vom Trio "Z's" bekräftigte den heiteren Charakter des Abends mit allerlei Späßen und unterhielt auch musikalisch in Begleitung seines Chefs Philipp Bauriedl (Ziehharmonika) und seiner Tochter Marina (Gitarre, Gesang) vorzüglich.

Die von Altmeister Anton Moll senior mit seinen Freunden ins Gemeindezentrum hineingetragene Atmosphäre belohnten die Gäste mit großem Beifall. In wechselnder Besetzung erhielt vor allem die Vielfalt musikalischer Weisen dadurch Raum. Bruder Josef Moll aus Pleystein begleitete am Cajon, als Marianne Ruf einen uralten Schlager anstimmte. Nicht nur der Tisch der Pleysteiner um Altbürgermeister Hans Walbrunn erheiterte sich wenig später köstlich an jener Handwerker-Ballade aus der Feder von Molls Vater Karl, die erstmals nach vielen Jahrzehnten wieder vor großem Publikum erklang.

Und zuletzt gesellte sich noch Walter Randig als Mitwirkender dazu. Längst schunkelte und klatschte das Publikum im Saal kräftig mit. Zwei Stunden nach der Begrüßung ging es auch auf der Bühne in dichtestes Gedränge.

Als die 25 Mitwirkenden der Bläsergruppe "Atemnot" mit ihrem Leiter Hermann Mack einzogen. Es passte einfach alles zusammen, besser als es sich die Macher je erträumt hatte. Mack: "Ich habe hier eine Spezialposition, denn wer kann von sich schon behaupten, dass sowohl die Bürgermeisterin als auch der Pfarrer auf mein Kommando hören." Für die mitten im Ensemble sitzende Margit Kirzinger und Pfarrer Georg Hartl gab es daraufhin natürlich sofort einen Begrüßungsapplaus. Ein weiterer Höhepunkt stand dennoch aus, denn die "Waidhauser Straßenmusikanten" um Leiter Dieter Hanauer musizierten am Ende in ihrer Räubertracht und brachten Klassiker altbayerischer und böhmischer Musik zu Gehör. Die Vorstellung der Gruppen während ihrer Auftritte hatte übrigens Josef Forster aus Vohenstrauß übernommen.

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