23.08.2017 - 20:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

Waidhauser Musikgeschichte(n) gut frequentiert Operette trifft auf Blasmusik

Von den derzeit guten Gästezahlen innerhalb der Gemeinde Waidhaus profitieren an kühleren Tagen auch die wenigen Schlechtwetterangebote. Allen voran die aktuelle Schau im Rathaus.

Eine rundum zufriedene Zwischenbilanz zieht der Heimatkundliche Arbeitskreis zum Interesse an seiner aktuellen Ausstellung der "Waidhauser Musikgeschichte(n)". Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Die weitläufige Ausstellung des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HAK) ist in diesem Sommer ein "Muss" bei den Empfehlungen der Wirte und Quartiergeber an ihre Gäste. Bei kostenlosem Eintritt sind die "Waidhauser Musikgeschichte(n)" täglich während der Öffnungszeiten der Marktverwaltung frei zugänglich.

Operettenkomponist Carl Zeller, eine ausführliche Darstellung der Musikgeschichte früherer Zeiten oder die gewählte Ausstattung mit vielen Video- und Tonbeispielen lassen auch bei ortsfremden Besuchern die Herzen höher schlagen. Von der Nachfrage durch die Waidhauser selbst ist Vorsitzender Andreas Ringholz bereits nach den ersten Wochen sowieso ganz überwältigt.

Da auf den fast 1000 Bildern jede Menge Personen abgebildet sind, will wohl jeder einmal selbst nachschauen, ob er auch dabei ist. Auch Führungen durch die Mitglieder des Arbeitskreises würden immer wieder nachgefragt. Dass die Wurzeln einer so bekannten Operette wie "Der Vogelhändler" in Waidhaus liegen, sorgt vor allem bei den Urlaubsgästen für großes Interesse. Ausführlich recherchierten die Heimatkundler Zellers Familiengeschichte mit dessen Wurzeln in den Ortsteilen Reichenau und Frankenreuth.

Die eigens um die jährlichen Ereignisse wie Fasching aus- und eingraben, Volkstrauertag oder Neujahrsanblasen abgebildeten musikalischen Riten finden vielfache Beachtung. Jene über das ganze Jahr verteilten Termine des "Großen Vereinsorchesters" ziehen durch die originelle Idee einer Drehscheibe die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. In der Zeit digitaler Medien stehen freilich die mehrfach vorhandenen Audioguides sowie die Hör- und Videobeispiele auf Knopfdruck an vorderster Stelle bei den Ausstellungsrundgängen.

Von den vielen Musikgruppen hätten sich laut Ringholz alle ortsfremden Gäste überrascht gezeigt. Allen Bands, Orchestern, Gesangsformationen oder Kapellen sind auf zumeist separaten Tafeln ausführliche Beschreibungen und Bildmaterial gewidmet. Mit der Bestückung durch sichtlich verbeulte Blasinstrumente, bewusst ausgewählte Erinnerungsstücke oder originales Notenmaterial schufen die Ausstellungsmacher weitere Hingucker. Für die mit viel Liebe umgesetzte Verwirklichung holten sich die Mitglieder oft Unterstützung von Personen oder Verwandten der gezeigten Musikgruppen. Dadurch konnte eine Zusammenstellung des musikalischen Lebens im Grenzort weit über ein Jahrhundert zurück realisiert werden.

Die Öffnungszeiten sind mit den Servicezeiten der Marktverwaltung identisch, welche von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 12 Uhr gehen und von Montag bis Mittwoch von 13 bis 15 Uhr, sowie am Donnerstag bis 17.30 Uhr.

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