09.08.2014 - 00:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

Gemeinde will Umgestaltung des Marktplatzes mit Waldthurner Architekt Rudolf Meißner angehen Neuer städtebaulicher Berater

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause beschäftigte sich der Marktrat mit der Wiederaufnahme der Städtebauförderung. Es gilt vor allem, das abschließende Projekt in der Ortsmitte mit der Neugestaltung des Marktplatzes anzugehen.

Historische Aspekte sollen bei der Marktplatzsanierung nicht außen vor bleiben. Diese kolorierte Zeichnung zeigt die Situation der Waidhauser Ortsmitte vor 100 Jahren. Repro: fjo
von Josef ForsterProfil

Architekt Rudolf Meißner aus Waldthurn begleitet die Kommune als neuer städtebaulicher Berater. Bisher war das Büro EM-Architekten aus Amberg damit beauftragt. Das Gremium hat den Vertrag allerdings nicht verlängert. Außerdem ist ein Lenkungsausschuss notwendig, in den Bürgermeisterin Margit Kirzinger, ihr Stellvertreter Markus Bauriedl, Josef Schmucker, Wolfgang Bauriedl, Vera Stahl, Monika Zeitler-Kals und Stefan Harrer gewählt wurden. Die Verwaltung ist durch Geschäftsleiter Josef Forster und Kerstin Wilka-Dierl vertreten.

60 Prozent Zuschuss

Bürger werden künftig an Einzelthemen beteiligt, beispielsweise durch Workshops. Das für die Moderation des Lenkungsausschusses vorliegende Angebot des Büros MSH-Stadtplanung aus Fürth lässt rund 17 000 Euro inklusive einer Überarbeitung erwarten. Die Markträte beauftragten die Verwaltung, einen Zuwendungsantrag zu verfassen, wodurch Waidhaus mit 60 Prozent Zuschuss rechnen kann.

Aus der Abteilung Gesundheitswesen erhielt die Kommune ein Schreiben des Landratsamts Neustadt mit der Bitte um Mitteilung der geplanten Sanierungsmaßnahmen in der Freizeitanlage "Bäckeröd". Nach der Sommerpause soll es zu dem Thema eine separaten Sitzung geben. Wegen der hohen Unfallgefahr wurde ein Austausch der Poller auf dem Bocklweg gegen deutlich sichtbarere Wegesperren verabschiedet. Zehn Stück kosten rund 2000 Euro. Drei Firmen bat die Verwaltung um Angebote für einen Hochdruckreiniger, der für die Wasserversorgungseinrichtungen und die Kläranlage benötigt wird. Überzeugt waren die Markträte vom Vorschlag der Firma Zenk Landmaschinen aus Frankenreuth über 3250 Euro.

Die Ausleihe eines Sinkkasten-Hebegeräts wird für die Gemeinde immer teuer. 2013 kostete die Nutzung für acht Tage 1094 Euro. Nach einem Angebot der Firma Schmailzl beläuft sich der Neupreis für ein eigenes Gerät auf knapp 13 000 Euro. Da Eslarn, Pleystein und Georgenberg bei einer gemeinsamen Anschaffung im Boot sind, freundete sich das Gremium geschlossen mit dem Kauf an.

Anschaffung und Unterhalt werden zu gleichen Teilen getragen. Waidhaus übernimmt die Federführung, das Gerät wird im hiesigen Bauhof gelagert. Die beteiligten Gemeinden können es im Frühjahr und Herbst für jeweils 14 Tage nutzen. Der Turnus könnte jährlich gewechselt werden, ebenso in den Zwischenzeiten das Gerät an weitere Kommunen ausgeliehen werden.

Der Katholischen Pfarrkirchenstiftung drängt die Zeit für den Abschluss eines neuen Wärmeliefervertrags, um einen Zuschuss zu bekommen. Der Vertrag wurde von der Diözese geprüft und nichts beanstandet. Der Entwurf fand aber keine Gegenliebe im Marktrat. Das Gremium forderte vielmehr einmütig weitere Verhandlungen mit den Vertretern der Diözese und entschied sich zu einer Rückstellung auf unbestimmte Zeit.

Um weiterhin Niederschlagswasser aus dem Gewerbepark über einen Vorflutgraben in die Pfreimd einleiten zu können, muss die Genehmigung verlängert werden. Mit der Vorbereitung des Antrags an das Landratsamt Neustadt beauftragte das Gremium die Firma EBB Ingenieurgesellschaft aus Regensburg für knapp 3000 Euro. In Sachen Breitbandförderung informierte die Bürgermeisterin über die Zusage eines Fördersatzes über 80 Prozent bei einem Förderhöchstbetrag von 850 000 Euro. Eine Steigerung dieser Summe um weitere 50 000 Euro wäre im Falle einer interkommunalen Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden möglich.

Bauanträge genehmigt

Folgende Bauanträge passierten einstimmig das Gremium: Anbau an das bestehende Wohnhaus und Einbau einer Doppelgarage in das bestehende Stallgebäude durch Manuel Hilpert (Pfälzerhof); Neubau einer Doppelgarage mit Carport durch Markus Rupprecht (Reinhardsrieth); Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage mit 130 Kilowatt-Einheiten durch Josef Weber (Raiffeisenstraße); Errichtung von zwei Stahlbeton-Fertiggaragen als Doppelgarage durch Manuel Werner (Frankenreuth).

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.