25.06.2015 - 00:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

Platz für neuen Altar

Einsam bewacht die Sandsteinplastik des heiligen Nepomuks die Pfarrkirche. Helfer haben das Gotteshaus ausgeräumt. Die Pläne für die Neugestaltung sind schon weit.

In Eigenleistung leerten die Waidhauser ihre Pfarrkirche. Sie warten nun auf den Beginn der Innenrenovierung. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Ein Christuskreuz prägte den Altarraum. Beim Abbau machten die Helfer eine Entdeckung. Am Querbalken hatten sich bei der Umgestaltung die Zimmerleute verewigt. Die Namen "Grötsch Sepp Zimmermeister Waidhaus 1956" sowie der Zimmermänner Michael Wild (Lohma), Josef Frank (Eslarn) und Franz Voit (Waidhaus) angebracht.

Viele Ansätze gibt es bereits für die Neugestaltung des Innenraums. Dabei soll eine neue Fassung von Wänden und Decke - weg vom bisherigen Weiß und Rosa - nur ein Teil sein. Es wird einen neuen Altar und Ambo geben. Josef Sailsdorfer wird beides in seiner Werkstatt schaffen.

Der Volksaltar soll direkt unter dem Chorbogen einen neuen Standort erhalten. Hierzu ist eine Erweiterung des erhöhten Altarraums angepeilt. Dieser soll nicht in ganzer Breite nach vorne wandern, sondern seitlich versetzt werden. Eine Neuanlage der Stufen in halbrunder Form würde sich ideal an die östliche Wandform und die Rundbögen der Dachoptik einfügen. Zwei oder drei Bankreihen müssten dafür weichen. Auch eine neue Altarrückwand ist im Gespräch. Im Gegenzug sollen die Hochaltarstufen verkleinert werden.

Die Verlegung des Taufbeckens aus dem Chorraum in die linke Seitenkapelle ist angedacht. Die Podeste der beiden Seitenaltäre werden entfernt und der untergliederte Seitenraum vor dem Marienaltar soll ganz für die Anbetung herausgestellt werden. Seine barocke Farbenvielfalt könnte die Plastik des heiligen Nepomuk zurück erhalten. Ein modernes Lichtkonzept löst die bisherigen Strahler und Hängelampen ab. Insbesondere indirekte Ausleuchtungen stehen dabei hoch im Kurs. Ebenso ist eine Lösung für die Durchlüftung angedacht.

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