16.01.2004 - 00:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

Spediteur aus Suben plant mit Behörde "Front Office" und Lkw-Plätze in Waidhaus Österreicher will für Zoll bauen

In diesen Tagen geht das Angebot raus. Der oberösterreichische Spediteur Johann Luxbauer aus Suben hat eine Option auf 7000 bis 10000 Quadratmeter Grund im Areal des Investors Walter Müller, der an der Autobahnabfahrt bei Waidhaus einen Autohof betreiben will.

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Luxbauer möchte nach Angaben von Bürgermeister Anton Schwarzmeier mit seinem Unternehmen Verag AG ein Standbein in der Oberpfalz auf die Erde bringen, da er davon ausgeht, dass die Übergänge Bad Reichenhall, Passau/Suben und Waidhaus in Zukunft auf den Hauptrouten nach Osteuropa liegen.

Was genau auf dem Areal entsteht, darüber wird noch intensiv verhandelt. Der deutsche Zoll, der die Gemeinschaftszollanlage auf tschechischem Boden nicht mehr nutzen darf (wir berichteten), würde von Luxbauer in Waidhaus ein Abfertigungsgebäude ("Front Office") und 25 Lkw-Stellplätze anmieten.

Das alles muss spätestens bis Ende April, vor Beginn der EU-Osterweiterung, stehen. Dafür habe das Bundesfinanzministerium bereits eine Zusage gegeben. "Ich weiß noch nicht in welcher Größenordnung wir mieten", sagt Walter Lengert von der zuständigen Oberfinanzdirektion Nürnberg.

Letztlich ist es wohl eine Preisfrage. Vor allem auch für die fünf Waidhauser Speditionen, die ebenfalls Interesse daran haben, sich auf dem Areal in der Nähe des Zolls niederzulassen. "Noch ist alles offen", sagt der Sprecher der Interessengemeinschaft der Grenzspediteure, Manfred Brändle, über die Gespräche mit Luxbauer.

Die heimischen Transportunternehmer bräuchten zusätzliche Laster-Stellplätze, die sie von dem Investor anmieten oder mit ihm bauen müssten. Für die Spediteure - wie auch für den Zoll - sind solche Investitionen nicht ohne Risiko. Über 90 Prozent der Lkw, die Richtung Osten unterwegs sind, können nach der Erweiterung der EU ohne Verzollung an Waidhaus vorbeifahren.

Eine Entscheidung, wer mit wem wie viel investiert, wird bis Ende Januar erwartet.

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