Uli Grötsch sehr zuversichtlich - Nicht länger auf die Marktplatzsanierung warten
SPD will Bürgermeister stellen

Lokales
Waidhaus
22.04.2013
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Um "einen langen Atem" bat Uli Grötsch den SPD-Ortsverein für den anstehenden Wahlmarathon. Alles werde bis Mai 2014 neu gewählt: Land- und Bundestag, Kommunalorgane und Europaparlament. "Da braucht es eine starke Sozialdemokratie", mahnte der SPD-Bundestagskandidat.

Und er warf sofort ein hoffnungsvolles Argument für die künftige Zusammensetzung des nächsten Marktrats in die Runde: "Beim letzten Mal fehlten uns nur 0,45 Prozent, um als stärkste Fraktion dazustehen. Ich sage euch: Das wird spannender wie nie zuvor."

Brandete hier bereits starker Beifall auf, so setzte der im Ortsteil Pfrentsch Wohnende noch eins drauf: "Ich bin mir sicher, dass wir diesmal auch den Bürgermeister stellen werden." Überhaupt war ihm bei seiner Rede der Ort und die Region ein ganz wichtiges Thema. So ließ der große lokale Hoffnungsträger weder ein gutes Haar an der "Neue Energien Naturparkland", noch an der Waidhauser Gemeindepolitik in Sachen Zukunft: "Die CSU-Fraktion ist nur noch darauf aus, zu sparen und ja keine Schulden mehr zu machen. Wenn wir so lange warten, bis das Geld für die Marktplatzsanierung endlich da ist, dann warten wir lang - sehr lang."

Das Ziel müsste vielmehr sein, Waidhaus richtig und wirklich voranzubringen. Dazu verwies er auf die eigenen Leute: "Die SPD zeigt sich, wenn sich in Waidhaus etwas bewegt." Natürlich war ihm auch die eigene politische Zukunft ein Anliegen, wozu er wissen ließ: "Es macht richtig Spaß, bei uns in der Region Bundestagskandidat zu sein.
"Wir erleben einen Arbeitsmarkt, der völlig aus den Fugen geraten ist", griff er dann eines der Kernthemen sozialdemokratischer Politik auf. Fundiertes Wissen bewies Grötsch in Sachen eigener Historie. Über das 150-jährige Bestehen der Partei hinaus erzählte er auch von den Ereignissen vor 80 Jahren: 1933 stimmten die SPD-Mitglieder trotz Todesgefahr allein gegen das Ermächtigungsgesetz. "Es rentiert sich also, seit 150 Jahren für die SPD zu rennen, jeden Tag."

Die Informationen blieben bei den Versammlungsteilnehmern nicht ohne Wirkung. Margit Kirzinger plädierte spontan für einen Festabend in Waidhaus zu den beiden runden Jahrestagen: "Das wäre eine tolle Geschichte." Großes Lob an Grötsch durfte auch nicht fehlen: "Du bist ein super Politiker. Das ist das, was zu dir gehört."

Zur Nominierung der Kreistagsliste schickt der SPD-Ortsverein Vera Stahl und Rudi Grundler junior aus den Reihen der Jusos ins Rennen. Und über die bisherigen Kreisräte, Margit Kirzinger und Uli Grötsch, hinaus, nominierten die Waidhauser ergänzend Markträtin Monika Zeitler-Kals.
Die Ortsvorsitzende hatte das Treffen im "TSV-Keglerstüberl" am Donnerstagabend eröffnet, zu dem Neuwahlen gehörten. Sie selbst bleibt mit ihren beiden bisherigen Stellvertretern Margit Kirzinger und Ortssprecher Thomas Glaser an der Spitze des Ortsvereins. Kassiererin Elke Wolf erhielt gleichfalls die einmütige Zustimmung der Mitglieder. Neu in den engeren Vorstand rückte Irmgard Bothá als Schriftführerin auf.

Detlef König und Erhard Schwarzmeier erhielten die Bestätigung als Organisationsleiter. Den Posten des Bildungsbeauftragten übernimmt Uli Grötsch. Als Juso-Vertreter im Vorstand ging Sprecher Rudi Grundler junior aus den Neuwahlen. Seniorenbeauftragte bleibt Anita Zeug. Die Kassenprüfung übernehmen Andrea Grötsch und Andreas Wagner. Beisitzer sind Christine Helgert, Alois Hettler, Gerlinde König, Vera Stahl, Inge Stöckl, Andreas Wagner und Johannes Zeug.
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