Waidhauser Verein verstärkt Nachwuchswerbung - Erste Schnupperstunde kommt gut an
Imkerei schmackhaft machen

Ein kleiner Lichtblick ergab sich für die Waidhauser Bienenzüchter durch das Interesse an einem Probe-Imkern. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
25.04.2013
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Nicht im Sande verlief der Aufruf des Imkervereins in den vergangenen Wochen. Am Montagabend war es soweit. Mehrere Teilnehmer wollten sich das Probe-Imkern nicht entgehen lassen. "Das schaut gut aus", bemerkte Armin Bauer zur ansehnlichen Schar und meinte: "Waidhaus, Honig und Zeidlerei, das ist einfach eins."

Zu sehr sei es mit dem uralten Handwerk in den vergangenen Jahren im "Honigdorf Waidhaus" bergab gegangen. So müsse weit zurückgeblickt werden, um den letzten großen Erfolg zu finden: Im Jahr 1972 - zum 40-jährigen Jubiläum - feierten die Bienenzüchter die Einweihung der vereinseigenen Belegstelle zur rassereinen Begattung der damals neu eingeführten Carnika-Gattung.

Rasanter Schwund

Wenige Jahre später bemerkten die Imker im Grenzgebiet einen rasanten Schwund, nicht nur der Mitgliederzahlen, sondern auch bei den Bienenvölkern. Während in einer Mitgliederliste aus dem Jahr 1987 noch 20 Mitglieder mit 249 Bienenvölkern nachzulesen seien, wiesen die aktuellen Zahlen jetzt lediglich zehn aktive Bienenhalter mit gerade noch 94 Völkern aus. Der Altersdurchschnitt der Mitglieder liege bei 63 Jahren.

Das verbliebene Imker-Häuflein meinte, dass es nun höchste Zeit sei, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Nicht nur mit süßem Honig unterschiedlicher Ausprägung versuchten die Initiatoren die Imkerei schmackhaft zu machen.
Vorsitzender Norbert Schindler beleuchtete verschiedene Beweggründe, weswegen Bienen gehalten werden. "Letztlich ist es doch immer wieder faszinierend zu beobachten, wie sich aus einem kleinen Häuflein Winterbienen nach dem Frühlingserwachen ein starkes Volk entwickelt."

Eine allgemein gegenwärtige Gefahr stelle nach wie vor die Varroamilbe dar. Hier gelte es, mit geeigneten wirksamen Mitteln und Behandlungsmethoden gegenzusteuern. Die bisher von vielen Imkern verwendeten Mittel wären nicht mehr erhältlich und bestimmte Behandlungsmittel hinterließen sogar bereits nachgewiesene Rückstände im Honig - oder die Varroamilbe sei bereits resistent dagegen.

Im Detail erläuterte er anschließend die von ihm selbst erfolgreich angewandte Schwarmverhinderung mittels Zwischenableger. Dazu reichte er sogar eine schriftliche Darstellung. Stellvertreter Armin Bauer gab praktische Hinweise. Dazu zählten das Entfernen der Wachsdeckels vor dem Schleudern mit Hilfe einer speziellen Gabel.

Angst vor Stichen nehmen

Aus der Wabe wurde der Honig dann in einer speziellen Zentrifuge, einer Honigschleuder, gewonnen. Der körperliche Aufwand hielt sich in Grenzen. Bauer und Schindler konnten allen Teilnehmern auch die Angst von möglichen Bienenstichen nehmen.
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