12.04.2018 - 20:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

April-Sitzung des Eslarner Marktrats Entschärfung von Kurven und Kuppen

Kurven und Kuppen werden die Autofahrer bald nicht mehr plagen: Die Staatsstraße wird ausgebaut. Noch in diesem Jahr wird der erste Bauabschnitt verwirklicht. Bürgermeister Reiner Gäbl verkündet in der Gemeinderatssitzung auch den Bau eines Radwegs. Zuvor habe es intensive Verhandlungen gegeben.

Bis zur Abzweigung der Zankeltradstraße (Bildmitte) soll die Staatsstraße noch heuer ausgebaut werden. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Eslarn. Die Staatsstraße aus Pfrentsch kommend soll wesentlich komfortabler werden. Von der Querung des Bocklwegs bis zur Tankstelle wird die Fahrbahn noch heuer ausgebaut. Vor allem Kurven- und Kuppen sollen entschärft werden. Der Gemeinderat stimmte für eine Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach zum Umbau, auch wenn damit der Neubau einer Links-Abbiegespur ins Gewerbegebiet einhergeht, die von der Gemeinde Eslarn zu bezahlen ist.

Das Bauamt schätzt die Kosten auf 50 000 Euro plus weitere 50 000 Euro für die Ablösung jeglichen Straßenunterhalts. Noch heuer sei die Verwirklichung des ersten Bauabschnitts geplant. Die Arbeiten beginnen an der Waldgrenze und gehen bis zur Einmündung der Zankeltradstraße, sagte Gäbl. Erst im kommenden Jahr werde bis zur Brückenstraße weiter gebaut. Laut einer Vorab-Anfrage beim Bauamt sei die Zufahrt zum Gewerbegebiet jederzeit gewährleistet. Lediglich an ganz wenigen Tagen würde es zu größeren Beeinträchtigungen kommen. Alle Leitungen und selbst die Breitbandkabel müssten auf Kosten der Kommune neu verlegt werden, informierte Gäbl. "Da bleibt uns nichts anderes übrig." Eine zweite Vereinbarung mit dem Bauamt lag zu einem kombinierten Geh- und Radweg entlang der Ausbaustrecke vor. Gäbl verdeutlichte das Vorhaben und stellte den einst bei der Flurbereinigung angelegten Wanderweg als ausgewählte Trasse heraus.

Nach intensiven Verhandlungen mit der Baubehörde habe die Kommune eine Finanzierung des ergänzenden Vorhabens auf Grundlage des bayernweiten Radwegenetz-Ausbaus erreicht. Den Ausschlag gegeben habe der dadurch erwirkte Anschluss des Ortskerns an den Bocklweg.

Die Gemeinde müsse nun einzig die Räum- und Streupflicht im Winter erfüllen sowie das Mähen der Böschungen. Die neue Wegtrasse selbst bleibe im Besitz des Markts, antwortete der Rathauschef auf die Nachfragen von CSU-Fraktionssprecher Wolfgang Voit und dessen Fraktionskollegen Kurt Baumann.

Zustimmung für Bauvorhaben

Jaqueline und Michael Kleber wollen auf einer landwirtschaftlichen Fläche an der Roßtränker Straße ein Wohnhaus mit Garage bauen. Einer Grundstücksteilung und der Erschließung stimmte der Marktrat zu.

Auch der Antrag von Sabine Bauriedl zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Büro und Doppelgarage am Schloßbergweg betrifft eine landwirtschaftliche Fläche. Hier kommt jedoch ein unter Denkmalschutz stehendes Flurkreuz in die Quere. Das wollten die Markträte zunächst geklärt haben und vertagten eine Entscheidung. Dem Plan von Martin Eckert zur Errichtung einer Garage sowie zwei Dachgauben auf dem Wohnhaus und einer Terrassenüberdachung an der Schellenbachstraße stimmte das Gremium zu. Zum Antrag von Thomas Kleber aus Thomasgschieß für das Verlegen eines Stromkabels im Bankett der Riedlhofer- und Zankelholzstraße erteilte das Gremium eine Sondernutzung. Zu den beiden Änderungsplänen im Stadtgebiet von Oberviechtach bestand kein Äußerungsbedarf. Das neue Baugebiet "Regensburger Straße/Oberhausener Straße" kann kommen. Nach dem einstimmigen Beschluss ist für die als "Baulücke" beurteilte Fläche ein vereinfachtes Verfahren mit Grünordnung angedacht.

Bürgermeister Reiner Gäbl ging auf die flächenschonende Erschließung und die beibehaltene Aufteilung der sieben Parzellen ein. Einem aufwendigen Wendehammer, der später wohl hätte umgelegt werden müssen, erteilte er eine Absage. (fjo)

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