Dorfplatz Pfrentsch im Marktrat
Knappe Mehrheit für Neugestaltung

Das Ergebnis der Umfrage unter den Pfrentschern zur möglichen Umgestaltung ihres Dorfplatzes steht nun fest. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
23.03.2018
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"Mehr als zufrieden" ist Bürgermeisterin Margit Kirzinger mit dem Rücklauf der Fragebögen, die zum Dorfplatz Pfrentsch an die Bevölkerung ausgeteilt waren. Dank zugesagter Leadermittel ist die Förderung zudem bereits "in trockenen Tüchern".

Die Ergebnisse der Umfrage zur Erneuerung waren zur Vorstellung im Marktrat aufbereitet. Von 225 angeschriebenen Bürgern hätten sich 85 zur Rückgabe entschlossen. Der Anteil von 37,33 Prozent zeige laut Kirzinger "ein deutliches Interesse an dieser Maßnahme". Vor allem sei die Stimmung zum Projekt im Ortsteil abgefragt worden, und, ob eine Neugestaltung überhaupt gewünscht werde und in welcher Ausführung.

43 Befragte hätten für die Erneuerung mit Ja gestimmt, 37 mit Nein. "Man sieht schon deutlich, dass eine Veränderung stattfinden soll, die aber in einem kleineren Rahmen bleiben soll", resümierte die Rathauschefin. Um eine 60prozentige Förderung zu erhalten, seien jedoch "schon einige Maßnahmen erforderlich". Da den Dorfplatz große landwirtschaftliche Fahrzeuge in beiden Richtungen durchfahren, müsse dieser besondere Verkehr Berücksichtigung bei den Planungen finden.

Seit 13. März hat die Gemeindeverwaltung die staatliche Rechnungsprüfung im Hause. Die Haushalte von 2014 bis 2016 werden unter die Lupe genommen, informierte die Bürgermeisterin weiter. Auf die seit Wochen ausgeschriebene Stelle einer Reinigungskraft für die Freizeitanlage "Bäckeröd" mit einem Umfang von 20 Stunden pro Woche habe sich bislang noch niemand gemeldet.

Zudem gab Kirzinger die Bewerbung von Alexandra Berger aus Reinhardsrieth als Jugendschöffin bekannt. Eingetroffen sei der lange erwartete Kultur- und Wanderführer zu den "Meilensteinen der Zeit". Waidhaus sei ganzseitig darin vertreten. "Das ist eine gute Werbung für uns; eine schöne Sache für die investierten 2000 Euro."

Zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl zerstreute die Bedenken wegen des genutzten Sandsteins. Bei der Vorstellung des neuen Prospekts sei ihm gesagt worden, es handle sich um die gleichen Steine, aus denen der Mainzer Dom bestehe, und der halte schon seit 1000 Jahren. Das Heft liegt bereits im Foyer des Gemeindezentrums zur kostenlosen Mitnahme aus.

Gegen die Bestellung und amtliche Bestätigung der gewählten Kommandanten in Waidhaus mit Markus Schwarz und Hans-Peter Müller als Stellvertreter sowie in Pfrentsch mit Stefan Lang als neuem Stellvertreter gab es keine Einwände. Für die Schöffenwahl stand die Zusammenstellung der Vorschlagsliste an, in die alle drei Bewerber, Johannes Stefinger, Susanne Armbruster und Josef Schön, aufgenommen wurden. Künftig werde bei Sitzungsterminen das W-Lan der Marktgemeinde freigeschaltet, um den Markträten einen sofortigen Zugang zu ermöglichen, sagte Kirzinger.

Vera Stahl (SPD) bat um Auskunft, warum die Baumaschinen beim Dorfweiher in Hagendorf wieder verschwunden seien. Es müsse gewartet werden, bis der Frost aus dem Boden ist, antwortete Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl. Bei milderem Wetter geht es mit der Angleichung und dem Aufbau des Ufers am südöstlichen Weiherrand weiter.

CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer habe gehört, dass den gemeindlichen Feuerwehren für die Alarmierung per Handy 50 Lizenzen zur Verfügung gestellt worden seien. Eine davon nutze nun die Bürgermeisterin. "Warum?", fragte er und ergänzte: "Werden dadurch Aktive blockiert und warum wird die Bürgermeisterin mit alarmiert?" Kirzinger erklärte, dass sie als Dienstvorgesetzte wissen sollte, wo die Einsätze hinführen. "Wir sind schließlich verantwortlich." Aktive seien dadurch nicht blockiert.

Zu den Bereitschaftsstunden, die für das Personal des Bauhofs eingeführt werden, erfragte Gabi Wolf (CSU) in der Marktratssitzung die Hintergründe. Es gehe um den Winterdienst, antwortete Bürgermeisterin Margit Kirzinger: "Wenn entsprechendes Wetter angesagt ist, dann müssen wir vorsorgen. Bei ungünstiger Prognose müssen unsere Leute vor Ort sein." Mit dieser Antwort gab sich Wolf noch nicht zufrieden: "Und warum erfahren wir das durch Zufall?" "Weil das eine tarifliche Sache ist. Das hätten wir schon lange so machen müssen", antwortete Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl. Auch zu den damit verbundenen Kosten gab es eine Aussage: Es erfolge eine anteilige Umrechung, wobei es sich um eine Pauschale handle.

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