13.10.2017 - 20:00 Uhr
WaidhausOberpfalz

Eslarner Marktrat Bessere Lösung für Kanal

Zur Weiterentwicklung von Eslarn steht im Fortgang des städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) die Festlegung des Sanierungsgebiets auf der Tagesordnung der Marktratssitzung. Die Lagepläne beinhalten allerdings auch die Grenzen für ein 73,7 Hektar großes, ergänzendes Fördergebiet.

Die im Bau befindliche AWO-Einrichtung in Eslarn wird nach dem einstimmigen Beschluss des Marktrats nicht über die Kirchenstraße (links) an den Kanal angeschlossen, sondern über die Heubachgasse (Mitte) in Richtung Schellenbachstraße. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Eslarn. Dieses zusätzliche Thema brachte Bürgermeisterin Reiner Gäbl einen ersten Kritikpunkt ein, woraufhin nur das Sanierungsgebiet zur Debatte stand. Doch auch hierzu regte sich Widerstand. Nur Wolfgang Voit konnte sich mit seiner Anregung zu einer Aufnahme der Fläche zwischen der Waidhauser Straße und dem unteren Teil des Forsthauswegs durchsetzen. Sein CSU-Fraktionskollege Kurt Baumann sah die Umgrenzung des Gebiets als "willkürlich" an: "Da ist die eine Straßenseite drin und die andere nicht."

Lieber sollten Freiflächen herausgenommen werden, was er für sinnvoller erachte. Gäbl widersprach und wies auf die Bedeutung der Areale um den ehemaligen Bahnhof, von Loisbachauen und Schloßberg als gemeindlichen Aufgaben hin.

Auch für die Verlegung der Feierlichkeiten zum Volkstrauertag gab es kein einstimmiges Votum. Mit Rücksicht auf die Mehrheit der fahnentragenden Vereine beschlossen die Markträte gegen das Veto von Albin Meckl die dauerhafte Festlegung des Festakts auf den Samstagabend vor dem Gedenktag. Weiter informierte der Bürgermeister über die Einführung eines sich anschließenden Empfangs für alle Teilnehmer.

Einstimmigkeit herrschte hingegen beim Anliegen des TV Vohenstrauß. Der Auffassung von Gäbl, wonach das Problem des Ski- und Snowboardzentrums Fahrenberg einzig ausbleibender Schnee sei, schlossen sich alle Markträte an. Die Unterstützung des Skilifts sei Aufgabe des Landkreises. Eine beabsichtigte Verlängerung des Kanals in der Heubachgasse steht im Zusammenhang mit dem Neubau der AWO-Einrichtung. Da der aktuelle Straßenausbau dort zu einem Teil über die Städtebauförderung laufe, riet der Rathauschef zu einem Anschluss in Richtung Bachgasse. Nach Vorgesprächen mit der Firma Michael Baumer aus Oberviechtach könnte die Kommune dieselben Konditionen der für die Schellenbachstraße bereits vorliegenden Angebote bekommen. Gäbl schätzte die Gesamtkosten dadurch auf rund 25 000 Euro.

Vor der Abstimmung monierte Eduard Forster diese Entwicklung, nachdem es bei der Verabschiedung des Bauantrags geheißen hätte, dass die Erschließung gesichert sei. Außerdem bat er um Auskunft, zu einer vor vielen Jahren vom Ingenieurbüro Zwick erstellten Berechnung, wonach eine Zusammenfassung der Abwasserkanäle in der Kirchenstraße und der Heubachgasse nur mittels Rückhaltebecken unter dem Tillyplatz realistisch sei.

Gäbl konterte mit der Entwicklung, wo nun ein "Zusammenhängen" mehr Geld koste, als die neue aufnahmefähige Lösung in der Bachgasse vom Schellenbach aus. Darüber hinaus kündigte er eine Vergrößerung der Kanal-Querschnitte an verschiedenen Stellen "als bessere Lösung" an. Einstimmig sprach sich das Gremium für den zusätzlichen Auftrag an die Firma Baumer aus. Mit der Klärschlammentsorgung betrauten die Markträte die Firma Kraus in Vohenstrauß. In seinen weiteren Mitteilungen erwähnte Gäbl die Zusage für einen Zuschuss der bayerischen Staatsbibliothek in München in Höhe von 1032 Euro als Anteilsfinanzierung für das Büchereiprojekt, verbunden mit weiteren 800 Euro für den Bestandsaufbau.

Ein weiteres Halteverbotsschild vor der Einfahrt in den Raiffeisenmarkt regte Forster für die Kirchenstraße an. Als "echte Gefahrenstelle" beurteilte Baumann den Zustand des Tulpenwegs: "Wenn da etwas passiert, bin ich gespannt, wie sich der Marktrat aus der Schlaufe zieht."

Zusätzlich Aufnahme fand der Antrag von Bettina und Stefan Reindl, Heckermühle, wegen der beabsichtigten Auffüllung einer gerodeten Waldfläche für einen Holzlagerplatz. Da es sich bei dem Gelände um eine Erweiterungsfläche der Schutzzone des Trinkwasser-Einzugsgebiets handeln könnte, sah Gäbl eine Abstimmung mit dem Landratsamt für erforderlich. Die Räte stellten den Antrag bis zur nächsten Sitzung zurück.

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