Forstbetriebsgutachtgen in Waidhaus vorgestellt
Gegen großen Holzeinschlag

Forstamtmann Stefan Stangl und Forstdirektor Gerhard Hösl informierten an der Seite von Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl (von links) über den Gemeindewald. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
12.12.2016
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Nach wie vor zuversichtlich steht die Kommune einer Erweiterung des Neubaugebiets in Pfrentsch gegenüber. Auch wenn das Thema derzeit fast monatlich auf der Tagesordnung des Gemeinderats steht.

So auch erneut in der Dezembersitzung, nachdem der Umweltbericht vorlag. Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl erläuterte die Details. Nichts gegen die Festschreibung von Baulinien hatten UWG/PL-Fraktionssprecher Schmucker und Marktrat Ewald Zetzl, da die Standorte der Neubauten noch genügend Spielraum ließen.

Bürgermeisterin Margit Kirzinger ergänzte, dass bei den Bauplätzen, die am nächsten beim Sportplatz liegen, nicht zu viele Auflagen erforderlich würden. Ohne Gegenstimme ging der Bebauungsplan in die nächste Runde, und Kirzinger kommentierte: "Es wurde viel diskutiert, doch wir haben eine gute Entscheidungen getroffen. Das wird eine gute Sache für die Pfrentscher Bürger." Wilka-Dierl informierte noch zu dem in der Januarsitzung beabsichtigten Beschluss zur Auslegung und zur erneuten Anhörung der Fachstellen. Für Ende März 2017 rechnete sie mit einem Abschluss des Verfahrens.

Neues Forstgutachten

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Stefan Harrer, übernahm die Vorstellung der Jahresrechnung 2015, die mit einem einstimmigen Beschluss über die Bühne ging. Gleiches galt für den zum Körperschaftswald der Gemeinde anstehenden Jahresbetriebsplan für 2017. Grundlage bildete ein nagelneues Forstbetriebsgutachten, das Forstdirektor Gerhard Hösl und der Gemeindewaldbetreuer, Forstamtmann Stefan Stangl, im Rathaus vorgestellt hatten. Während Hösl dabei auf den "verhältnismäßig kleinen Gemeindewald mir einer Fläche von nur rund sieben Hektar" hinwies, hatte Markus Fritsch vom Forstbüro Ostbayern Daten zum Kommunalwald erhoben.

"Mit regelmäßigen Einnahmen aus dem Wald wird aufgrund der Flächenstruktur und Größe nicht zu rechnen sein." Das sei aber laut Bürgermeisterin Kirzinger auch nicht das oberste Ziel der Kommune. Viel wichtiger wäre ihr, die Schutzfunktion des Waldes zu stärken und nachhaltig für die Zukunft gerüstet zu sein. Auch Stangl sprach sich gegen einen größeren Holzeinschlag in der Waldabteilung "In der Hölle" in der nächsten Zukunft aus. "Hier hatten wir ja für die neue Hütte des Sportvereins Pfrentsch erst kürzlich Holz geschlagen, erinnerte die Bürgermeisterin.

Der Heimatkundliche Arbeitskreis (HAK) bat in einem Antrag um Wiedereinführung einer jährlichen finanziellen Unterstützung. "Das waren früher 1000 Euro im Jahr, um die Heimatforscher bei der Herausgabe ihrer "Waidhauser Geschichte(n)" zu unterstützen, sowie für eine Kostenbeteiligung bei den Ausstellungen", erklärte Kirzinger. Konkret stünde der Arbeitskreis nun vor der Aufarbeitung der "Waidhauser Musikgeschichte(n)".

Einmalige Unterstützung

Die von Vorsitzendem Andreas Ringholz als Anlage zum Antrag mit eingereichten Kostenvoranschläge summierten sich zwischenzeitlich auf über 4000 Euro. Kirzinger lobte: "Hier wird unbestritten eine hervorragende Arbeit zur Erforschung der Geschichte unseres Heimatortes geleistet." Sie plädierte deshalb für 2017 auf eine einmalige Unterstützung von 1500 Euro aufgrund der im Verein anstehenden Doppelbelastung von neuem Heft und Organisation der Ausstellung.

Etwas verdutzt zeigte sich Harrer: "Hätte der damalige Vorsitzende die laufende jährliche Unterstützung nicht aufgekündigt, würde es diese noch geben." Doch sah er es wie Kirzinger: "Wenn man es an Ausstellungen koppelt, so wäre es richtig." Auch Schmucker freundete sich mit diesem Gedanken an. Werner Duschner (Bürgerliste) begründet seine Gegenstimme so: "Ein Vergleich mit einem Fußball- oder Schützenverein ist hier überhaupt nicht möglich." Vielmehr sprach er sich wegen einer damit verbundenen Planungssicherheit für den gewünschten jährlichen Fixbetrag aus, denn "Kultur zu eruieren und zu bewahren, beschränkt sich nicht auf Ausstellungen oder Bücher."
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