30.07.2017 - 17:44 Uhr
WaidhausOberpfalz

Für MdB Uli Grötsch rückt Rudolf Grundler junior nach Abschied aus dem Marktrat

"Adieu" sagt SPD-Generalsekretär Uli Grötsch im Marktrat. Er fügt aber hinzu: "Waidhaus bleibt mein Zentrum."

Bürgermeisterin Margit Kirzinger (rechts) verabschiedet den Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch aus dem Marktrat. Bild: fjo
von Josef ForsterProfil

Die Vereidigung von Neumitglied Rudolf Grundler junior stand am Beginn der Juli-Sitzung. Mit Glückwünschen überhäufte das vollständig anwesende Gremium den ersten Nachrücker auf der SPD-Liste.

Wehmut mischte sich hingegen unter die Worte von Bürgermeisterin Margit Kirzinger, als es ans Abschiednehmen ging: "Wir müssen heute aber auch unseren Bundestagsabgeordneten ziehen lassen, der sich über 15 Jahre für das Wohl der Marktgemeinde außerordentlich groß engagiert hat." Seit 2002 gehörte Grötsch ohne Unterbrechung dem Marktrat an. Er war Mitglied im Hauptverwaltungs- und Finanzausschuss, im Bau- und Rechnungsprüfungsausschuss übernahm er als Stellvertreter Verantwortung und war bis auf wenige Ausnahmen in allen Sitzungen präsent. "Vielen Dank für all das, was du für deinen Heimatort getan hast."

Durch die neue Position als Generalsekretär der Bayern-SPD sei es ihm nicht mehr möglich, an den Sitzungen teilzunehmen, da ihm das neue Amt jeden Montag in München binde. Dem Entlassungsgesuch habe das Gremium zwar einstimmig zugestimmt, aber "dein Ausscheiden bedauern wir alle sehr. Du hast es immer gut verstanden, bei hitzigen Diskussionen die Gemüter zu beruhigen. Und dein umfassendes politischen Wissen war immer gefragt und ist in viele Entscheidungen eingeflossen. Du hast deine Arbeit gerne getan und mit Anreizen für eine spürbare Verbesserungen des eigenen Heimatortes verbunden."

Bayerischer Löwe

Die Bürgermeisterin gewann dem Ausscheiden Grötschs auch eine positive Seite ab. "Wir freuen uns aber auch, dass du an Einfluss gewinnst." Hierzu wünschte sie Grötsch viel Erfolg für die Zukunft. Dazu hegte Kirzinger die Hoffnung, "dass du weiterhin für uns da bist und uns hilfst, wenn wir dich brauchen. Aber dessen sind wir uns sicher." Ihr Dank ging ebenso an Grötschs Familie mit Ehefrau Andrea. Dazu überreichte sie eine Ehrenurkunde, den bayerischen Porzellanlöwen und einen Waidhauser Krug mit Zinndeckel.

Johannes Zeug schloss sich als Fraktionssprecher mit Dankesworten für die "geleistete Arbeit und die gemeinsam gegangene Wegstrecke" an und sagte: "Bitte sei weiterhin Vorsprecher für die Gemeinde an all den Schaltstellen. Ich bin mir sicher, dass du weiterhin fest an dein Waidhaus denkst." Grötsch dankte für die "tolle Verabschiedung". Er wisse das sehr zu schätzen. Er versprach, seine Herkunft nie zu vergessen. "Ich habe hier mein Handwerkszeug gelernt und erfahren, wie man in einem Parlament umgeht."

"Politische Mutter"

Persönliche Worte an Kirzinger unterstrichen das Gesagte: "Hättest du mich nicht gelehrt und auf die Politik gebracht, wäre ich nicht da, wo ich nun bin." Dazu ehrte Grötsch die Bürgermeisterin mit dem Titel: "Ich nenne dich deshalb gerne meine politische Mutter." Der scheidende Marktrat dankte allen Kollegen. "Hier herrscht ein Klima, das ganz und gar nicht selbstverständlich ist. Eine Fraktion allein ist nicht Waidhaus, sondern wir alle sind das." Persönliche Worte an Nachfolger Grundler rundeten seine letzten Worte als Marktrat ab: "Ich weiß, dass der Sitz bei dir in guten Händen ist."

Die ehemaligen Kollegen lud er auf eine "Abschluss-Mass" ein und bat: "Haltet mich stets auf dem Laufenden. Ich arbeite gerne weiterhin mit euch eng zusammen." Ein Eintrag ins "Goldene Buch" schloss die Verabschiedung feierlich ab.

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