Marktplatz erneut in der Schwebe
Alte Mitte bleibt unbelebt

Am rechten Bildrand hatte die Kommune für den Marktplatz ein Gebäude mit sanitären Anlagen geplant. Davon muss die Gemeinde vorerst Abstand nehmen. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
10.04.2018
95
0

Mit dem Landesamt für Denkmalschutz und der Regierung der Oberpfalz gibt es keinen Konsens zum Umbau des Marktplatzes. Der Rat erwartet einen Baubeginn nicht vor 2019.

Die Neugestaltung des Marktplatzes unter dem Motto "Alte Mitte - neu belebt" verschiebt sich Die Haushaltsmittel hat der Marktrat deshalb zum großen Teil erst für 2019 eingestellt, erklärte Bürgermeisterin Margit Kirzinger in der Bürgerversammlung: "Sollte sich dennoch etwas bewegen, wäre ein Start möglich, da ausreichend Mittel im aktuellen Haushalt vorgesehen sind." Ein bisschen Wehmut klang schon mit, als die Rathauschefin ergänzte: "Im Grunde müssen wir die Pläne so gut wie neu machen."

Freilich werde der Rat ein Auge darauf haben, dass die bisherigen Pläne in die Entwicklung einflössen. Bereits Folge geleistet sei dem Wunsch der Regierung, die Toiletten nicht mehr zentral auf dem Marktplatz unterzubringen. Durch den Ankauf des Anwesens Bienenweg 2 würden Toiletten, Küche, Lager- und Versorgungsräume nun dort favorisiert.

Die Gelder für die Breitbandförderung seien aufgrund der Auslastung der Tiefbaufirmen bis ins Jahr 2021 gestreckt. Bei Gesamtausgaben von 3,8 Millionen Euro könne auf eine Förderung durch Land und Bund in Höhe von 2,8 Millionen Euro gebaut werden. "Es wäre unrealistisch, wenn wir sagen würden, das machen wir alles noch heuer", sagte Kirzinger. "Zumal das Aufreißen der Straßen marode Wasser- oder Abwasserkanäle zutage fördern könnte, was dann natürlich mit gemacht wird."

Das Baugebiet in Pfrentsch soll laut Rathauschefin in einer Zeit von drei bis vier Monaten fertig sein. Ausgaben in Höhe von 225 000 Euro "durch einen optimalen Zeitpunkt für die Vergabe der Bauarbeiten" seien geplant. Mit einem Zuschuss von 100 000 Euro könne die Kommune für den Ausbau der Ortsstraßen im Ortsteil Reichenau rechnen. Den hohen Haushaltsansatz von 365 000 Euro hierfür begründete die Bürgermeisterin mit "nicht förderfähigen Ausgaben" für den dort gebotenen Leitungsneubau.

Zum Verkehrsproblem mit einem Brennpunkt alljährlich zu Ostern im Autohof an der Autobahnanbindung nahm sie ausführlich Stellung: Die Speditionsfirma Verag werde zwei Fahrspuren zunächst bauen; doch die Parkplatz-Vergrößerung hänge am Regenrückhaltebecken. Vorher werde es keine abwasserrechtliche Erlaubnis für die Erweiterung der Stellplätze geben.

Die neue Reinigungsanlage bringe eine Verbesserung der Wasserqualität in der Freizeitanlage. Ein erster Durchströmungs-Versuch stehe für 26. April an; im Haushalt sei eine Summe von 747 000 Euro eingeplant. Damit verband sie ein großes Lob an alle Beschäftigten. Angesichts der Eröffnung im Jahr 1991 gehe die Anlage schließlich auf die 30 zu.

Im Grunde müssen wir die Pläne so gut wie neu machen.Bürgermeisterin Margit Kirzinger
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.